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Schnupfen, Husten, Heiserkeit
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Die Viren hinter der Erkältung

Wenn in der Bahn, der Kita oder im Restaurant viele schnupfen und niesen, dann hängen sie in der Luft: Erkältungserreger. Dabei können eine ganze Reihe von Viren die banalen Atemwegsinfektionen auslösen.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 27.01.2026  16:20 Uhr

Die Nase läuft, der Hals kratzt, man fröstelt – in den Wintermonaten haben die meisten Menschen ab und an eine Erkältung. Hinter den Symptomen können etwa 200 verschiedene Erreger stecken: Rhino- und Adenoviren, SARS-CoV-2 und andere Coronaviren, Respiratorische Synzytialviren (RSV) und weitere Pathogene, die zum Teil in der kalten Jahreszeit verstärkt zirkulieren und Infektionen der oberen Atemwege beziehungsweise einen Schnupfen (Rhinitis) auslösen können.

Die klassischen Symptome sind Kratzen im Hals, Fließschnupfen, Kopfschmerzen, Fieber und auch Husten. Die Erkrankung verläuft meist mild und ist selbstlimitierend, aber bei Immunkompromittierten und Älteren können die Infektionen auch schwer verlaufen. Zwei bis vier banale Atemwegsinfekte gelten bei Erwachsenen pro Jahr als normal, Kinder sind zum Teil deutlich häufiger – etwa sechs- bei zehnmal pro Jahr – betroffen. 

Häufig und divers: Rhinoviren

Die klassischen Erkältungserreger, die fast 50 Prozent aller Erkältungen auslösen, sind die Rhinoviren. Mit den RNA-Viren aus der Gattung Enterovirus, Familie Picornaviridae, kann man sich quasi immer und überall infizieren – mehr als 150 verschiedene Serotypen sind weltweit verbreitet und ganzjährig aktiv. Sie werden über Schmierinfektionen, also über direkten Hautkontakt oder durch kontaminierte Gegenstände, aber auch über Tröpfchen und Aerosole in der Luft übertragen. Die Inkubationszeit beträgt ein bis vier Tage.

Die Viren infizieren vor allem die oberen Atemwege; bei Immungeschwächten können sie auch in die unteren Atemwege gelangen. Sie können Exazerbationen bei Asthma oder chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) auslösen. Eine kausale Therapie gegen Rhinoviren gibt es nicht, eine Schutzimpfung vor Infektionen auch nicht. An Impfstoffen, vor allem auf RNA-Basis, wird zwar gearbeitet, die Entwicklung wird aber durch die starke Heterogenität der Serotypen erschwert. Sie ist auch der Grund, warum man sich mit Rhinoviren immer wieder anstecken kann.

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