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Chemotherapie
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Die innere Uhr von Krebszellen nutzen

Wie gut Zytostatika wirken, hängt auch davon ab, zu welcher Tageszeit sie verabreicht werden. Das legt eine neue Studie im Fachjournal »Nature Communications« nahe. Der Grund: Krebszellen unterliegen einem zirkadianen Rhythmus und die Chemotherapie ist dann am effektivsten, wenn sie sich gerade teilen.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 26.08.2024  15:00 Uhr

Weitere Studien erforderlich

Insgesamt deuteten die Ergebnisse darauf hin, dass personalisierte Behandlungspläne – basierend auf den individuellen zirkadianen Rhythmen – die Wirksamkeit von Krebstherapien erheblich verbessern könnten. Auch unerwünschte Nebenwirkungen ließen sich damit reduzieren.

Bevor diese Erkenntnisse im klinischen Alltag angewendet werden können, sind jedoch noch weitere Studien mit mehr Patientinnen notwendig, um die Ergebnisse zu überprüfen. »Darüber hinaus planen wir, die molekularen Mechanismen hinter den zirkadianen Einflüssen auf die Medikamentensensitivität zu untersuchen, um die Behandlungszeitpunkte weiter zu optimieren und neue therapeutische Ziele zu identifizieren«, informiert Granada abschließend.

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