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Protest-Pressekonferenz
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»Die ABDA wird laut werden!«

Die ABDA befindet sich im Protestmodus: Am heutigen Dienstagvormittag hat die Standesvertretung in der Berliner Bundespressekonferenz auf ein drohendes Versorgungschaos hingewiesen. Die während der Pandemie eingeführten Austauschfreiheiten müssten verstetigt werden und die Apotheken eine angemessene Engpass-Pauschale erhalten, so die Forderungen.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 14.03.2023  14:15 Uhr
Overwiening: Parlamentarier sind Korrektiv für Lauterbach

Overwiening: Parlamentarier sind Korrektiv für Lauterbach

Dass die Anfang April auslaufenden Austauschfreiheiten nun kurzfristig bis Ende Juli verlängert werden sollen, begrüßte die ABDA-Spitze. Gegenüber Minister Karl Lauterbach (SPD), der auf die Hinweise der ABDA nicht antworte, seien die Parlamentarier durch die Erstellung des Änderungsantrages als Korrektiv eingesprungen, so Overwiening.

Trotzdem will die ABDA ihre Proteste gegen das geplante Lieferengpass-Gesetz nicht einstellen. Overwiening forderte, dass die Austauschfreiheiten für alle Arzneimittel dauerhaft verstetigt werden sollen. Außerdem müsse es für das Engpass-Management der Apotheken eine »angemessene« Pauschale geben. Schließlich erhielten die Apotheken für ihren Aufwand derzeit gar nichts. In Verbindung mit der durch den gestiegenen Kassenabschlag erfolgten Honorar-Absenkung betreibe die Ampel-Koalition derzeit eine Politik, die die Apotheken schwäche – wobei im Koalitionsvertrag das Gegenteil versprochen wurde, erinnerte die ABDA-Präsidentin.

Die Standesvertretung werde daher weiter protestieren: »Wir werden laut werden. Wir werden die Politik und die Öffentlichkeit konfrontieren und immer wieder auf uns hinweisen. Wir werden die Arzneimittelversorgung ins politische Spielfeld holen. Am Ende soll sich niemand wegducken können und sagen, er oder sie habe von nichts gewusst«, so Overwiening.

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