Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Biontech und Moderna
-
Deutschland erhält 130 Millionen Impfstoffdosen

Der Covid-19-Impfstart läuft nur langsam an. Der Grund dafür: Zu wenig Impfstoff. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist dies jedoch mangelnden Produktionskapazitäten und nicht zu wenig bestellten Impfdosen geschuldet. Allein von den beiden Impfstoffherstellern Biontech und Moderna bekommt Deutschland demnach mehr als 130 Millionen Impfdosen.
AutorKontaktCharlotte Kurz
Datum 06.01.2021  15:00 Uhr
Hoffnung liegt auf weiteren Zulassungen und Produktionsstandorte

Hoffnung liegt auf weiteren Zulassungen und Produktionsstandorte

Um das jetzige Problem, die Produktionskapazitäten hochzufahren, zu lösen, werde die Biontech-Impfstoffproduktion in Marburg geprüft. Spahn geht davon aus, dass Comirnaty ab Februar dort produziert werden könne. Die notwendige Genehmigung könnte eine der schnellsten Impfstoffproduktionsgenehmigungen werden. Normalerweise dauern solche Verfahren Spahn zufolge mehrere Jahre. Die Produktion in Marburg würde demnach insbesondere die Impfstoffproduktion für den europäischen Markt unterstützen.

Die Hoffnung auf eine Beschleunigung der Impfungen basiert vor allem auf weiteren Zulassungen der Impfstoffe. Erst heute gab die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) bekannt, dass auch der Impfstoff von Moderna zugelassen werden soll. Es ist der zweite zugelassene Covid-19-Impfstoff in der EU. Über die Lieferpläne des Moderna-Impfstoffs gab Spahn keine konkreten Details bekannt. Er erklärte lediglich, dass die erste Lieferung nächste Woche stattfinden werde. Mit welcher Größenordnung dann zu rechnen sei, werde »zeitnah und zügig« mitgeteilt. Spahn rechne aber mit ungefähr 2 Millionen Impfdosen für das erste Quartal 2021.

Außerdem erreichte die PZ Kritik aus den Reihen der mobilen Imfpfteams, dass aufgrund fehlenden Wissens wann und wie viel Impfstoff an die Landkreise geliefert wird, die Personalplanung, aber auch die Impfstoffeinteilung zurzeit kaum geplant werden könne. Aus Sorge vor ausbleibenden künftigen Lieferungen behalten Impfteams die Dosen vielerorts zurück, auch um die zweite Impfdosis wie geplant verabreichen zu können. Spahn entgegnete hierzu: »Wir können am Ende Lieferdaten nur nennen, wenn sie abgestimmt sind mit dem, der liefert.« Er betont: »Wir sitzen hier keine Sekunde länger auf Informationen herum als nötig.«

Mehr von Avoxa