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Treuhand-Studie
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Der Teilzeittrend und seine Folgen für die Apotheke

Immer mehr Menschen arbeiten immer weniger – das gilt auch für Apotheken. Laut dem »Apothekenmonitor 2025« der Treuhand Hannover fordert der Trend auch Apothekenleitungen heraus. Es gilt demnach, die Arbeitsorganisation anzupassen.
AutorKontaktPZ
Datum 07.01.2026  12:00 Uhr

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber betrachten den Teilzeit-Trend wohl mit gemischten Gefühlen: Einerseits verschärft er, auch in Apotheken, den ohnehin dramatischen Personalmangel. Andererseits bedeutet Teilzeitarbeit für viele einen Gewinn an Lebensqualität. Mit dem Trend und dessen Folgen für die Arbeitsorganisation in der Apotheke beschäftigt sich der »Apothekenmonitor 2025« der Treuhand Hannover.

Anlass genug für die Studie gibt es, denn ihr zufolge arbeitet selbst in der jüngsten untersuchten Altersgruppe – den unter 30-Jährigen – nur etwa die Hälfte des Apothekenpersonals in Vollzeit (38 bis 40 Wochenstunden). Mit zunehmendem Alter sinkt diese Quote obendrein – nur noch ein Fünftel arbeitet demnach ab 40 Jahren noch in Vollzeit. »Die Botschaft: Teilzeit wird zum Standard – und das über alle Berufsgruppen hinweg«, schreibt die Treuhand in einer Mitteilung.

Die Studie ergab auch, dass die durchschnittliche Zahl der Wochenarbeitsstunden mit dem Alter kontinuierlich sinke – eine weitere Herausforderung vor dem Hintergrund, dass gerade erfahrene Teamkolleginnen und -kollegen für viele Apotheken wichtige Arbeit im Handverkauf, in der Rezeptur oder in der Beratung komplexer Fälle leisteten.

Moderne Dienstplanung und frisches Mindset

Der Teilzeittrend stelle die Apothekenleitungen vor die Herausforderung, den Teams ausreichend Flexibilität beim Arbeiten zu ermöglichen und gleichzeitig etwaige Personalengpässe und höheren Koordinationsaufwand zu managen. »Einen klaren Impuls« formuliere die Studie diesbezüglich, schreibt die Treuhand.

Konkret schlägt die Studie vor, die Dienstplanung zu modernisieren. Wichtig seien Transparenz und die Nutzung digitaler Möglichkeiten, um den Aufwand zu reduzieren und die Planung für alle zu vereinfachen. Die Studie empfiehlt Inhabenden zudem, das eigene Mindset aufzufrischen: Teilzeitkräfte sollten nicht als Störfaktoren, sondern als Chance einer modernen Arbeitskultur betrachtet werden. Lösungen sollten im Team und nicht »von oben herab« ausgearbeitet werden.

Expertise und Erfahrung der älteren Mitarbeitenden sollten wertgeschätzt werden. Reduzierte Arbeitszeiten im höheren Alter seien realistisch und nachvollziehbar. Aufgabenrotation könne zur Entlastung beitragen, ebenso ergonomische Arbeitsplätze.

Schon etwas mehr Arbeitszeit mildert Engpässe

Damit Teilzeitkräfte die Wochenstundenzahl erhöhen können oder wollen, müssten die Rahmenbedingungen stimmen. Die Treuhand empfiehlt, die Teammitglieder gezielt anzusprechen. Zentral sei die Frage: »Was braucht es, damit du mehr Stunden arbeiten kannst oder möchtest?« Schon eine geringe Erhöhung der individuellen Arbeitszeit trage dazu bei, Engpässe zu mildern.

Zurück zur Vollzeitkultur – dies sei gar nicht nötig, meint Treuhand-Chefvolkswirt Guido Michels in der Mitteilung. Denn: »Teilzeitarbeit ist längst Teil der DNA des Apothekenmarkts.« Es brauche vielmehr eine intelligente Dienstplanung, offene Kommunikation und flexible Strukturen. 

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