Pharmazeutische Zeitung online
Gastbeitrag
Demenz – die Bedeutung von Apotheken und Kommunen

Projekt »Demenzfreundliche Apotheke«

Mit dem Projekt »Demenzfreundliche Apotheken« hat sich in Bayern ein Teil der Apotheken eng mit der Alzheimer-Gesellschaft und anderen Organisationen zur Unterstützung von Betroffenen vernetzt, wie Dr. Michael Brüch, ehemaliger Leiter einer Apotheke in Augsburg und Sprecher der dortigen Gruppe von beteiligten Apotheken, berichtete. Es gehe in diesem Projekt darum, die Mitarbeiter der Apotheken zu schulen, damit sie in die Lage versetzt werden, Demenzerkrankte und ihre Angehörigen zu informieren und richtig anzusprechen, welche Angebote es für sie gibt und mit welchen Hilfen sie rechnen können. Ziel sei es, die Ressourcen der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu stärken und ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben so lange es geht zu ermöglichen.

Insgesamt zeigte die Tagung, welcher Handlungsdruck aufgrund des demografischen Wandels in Zukunft entstehen wird und welche Herausforderungen, aber auch welche Lösungsmöglichkeiten sich insbesondere für die Kommunen und die Leistungserbringer im Gesundheitswesen ergeben. Die heraufziehenden Probleme können nur in einer Offenheit für die Probleme der jeweils anderen, in einer engeren Zusammenarbeit der Beteiligten und in einer stärkeren Vernetzung vor Ort gelöst werden.

Hier haben die niedrigschwelligen und flächendeckend vorhandenen Apotheken in den Ortschaften und städtischen Quartieren eine wichtige Funktion. Hier haben aber auch die Kommunen zur Erfüllung ihrer Funktion der Daseinsvorsorge die wichtige Aufgabe. Denn es braucht Strukturen, damit sich diese Vernetzung der Professionellen untereinander, aber auch mit Angehörigen der Betroffenen und mit Ehrenamtlichen entfalten und verstetigen kann.

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