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WHO

Das sind die 10 größten gesundheitlichen Gefahren 2019

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die zehn größten Bedrohungen für die Gesundheit weltweit in diesem Jahr benannt, darunter Luftverschmutzung, nicht-übertragbare Krankheiten, Ebola und eine mögliche Grippepandemie.
Daniela Hüttemann
18.01.2019
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In diesem Jahr will die WHO einen neuen Fünf-Jahres-Plan starten, um die vielen gesundheitlichen Probleme weltweit besser in den Griff zu bekommen. Das Ziel: Eine Milliarde mehr Menschen als bisher sollen einen Zugang zu universeller medizinischer Versorgung bekommen, eine Milliarde mehr Menschen sollen vor Notfällen besser geschützt werden und bei einer Milliarde mehr Menschen soll sich der Gesundheitszustand deutlich verbessern. Um diese Ziele zu erreichen, hat die WHO zehn dringende Themen benannt, die sie angehen will.

Luftverschmutzung und Klimawandel: Derzeit atmen jeden Tag neun von zehn Menschen auf der Erde verschmutze Luft ein. Die WHO schätzt Luftverschmutzung als die größte Umweltgefahr für die Gesundheit ein. 90 Prozent der dadurch bedingten Todesfälle treten in Schwellen- und Entwicklungsländern auf. Durch den Klimawandel rechnet die WHO bis 2050 mit jährlich 250.000 zusätzlichen Toten durch Unterernährung, Malaria, Durchfall und Hitzestress. / Foto: Getty Images/tommaso79
Nicht-übertragbare Erkrankungen wie Diabetes, Krebs und Herzerkrankungen, vor allem hervorgerufen durch Übergewicht. 70 Prozent der Todesfälle weltweit gehen auf ihr Konto, so die WHO, davon 85 Prozent in Entwicklungs- und Schwellenländern. Auch geistige Erkrankungen sind ein Thema: Suizid gilt als zweithäufigste Todesursache bei den 15- bis 19-Jährigen. / Foto: Fotolia/JPC-PROD
Die nächste große Grippepandemie wird kommen, die Frage ist nur wann. Derzeit überwachen 153 Institutionen in 114 Ländern die weltweite Zirkulation und Entwicklung der Influenzaviren. / Foto: Fotolia/Fotowerk
Auch antimikrobielle Resistenzen machen der WHO große Sorgen. Die Organisation fürchtet, dass bislang beherrschbare Krankheiten wie Lungenentzündungen, Gonorrhoe oder Salmonellenerkrankungen bald nicht mehr in den Griff zu bekommen sind. 2017 zählte die WHO 600.000 tuberkulosekranke Menschen, deren Erreger gegen das frühere Erstlinien-Medikament Rifampicin resistent sind. Ein globaler Aktionsplan soll das Bewusstsein für den rationalen Einsatz von Antibiotika, antiparasitären, antiviralen und antifungalen Mitteln stärken. / Foto: imago/United Archives International
Weltweit leben mehr als 1,6 Milliarden Menschen, fast jeder vierte, in Krisengebieten, bedroht durch Dürre, Hungersnöte, Konflikte und Umsiedelungen, verbunden mit einer schlechten Gesundheitsversorgung. In diesen Region ist oft die Kinder- und Müttersterblichkeit besonders hoch. Die WHO will die Gesundheitssysteme der betroffenen Regionen stärken. / Foto: imago/Xinhua
Auch im vergangenen Jahr kam es wieder zu Ebola-Epidemien, auch in einer Konfliktzone und Großstädten. Die WHO fürchtet weiterer Ausbrüche mit solch hoch pathogenen Erregern, möglicherweise auch mit bislang unbekannten Pathogenen. / Foto: picture alliance/AP Photo
Auch außerhalb von Krisenregionen ist die Basisversorgung nicht immer gegeben. Bei einer Konferenz im Oktober 2018 haben sich alle Länder in der sogenannten Astana-Erklärung verpflichtet , ihre primäre Gesundheitsversorgung zu verbessern. / Foto: Apotheker helfen
Ein Problem in den Industriestaaten ist die zunehmende Skepsis gegenüber Schutzimpfungen – dabei verhindern sie der WHO zufolge jährlich zwei bis drei Millionen Todesfälle weltweit. Die Masernfälle stiegen in letzter Zeit wieder deutlich an, auch Deutschland zählt die WHO zu den Problemländern. 2019 will die Organisation unter anderem weltweit die HPV-Impfung weiter verbreiten. / Foto: Fotolia/Kerkezz
Dengue-Infektionen sind weltweit stark auf dem Vormarsch, nicht nur in tropischen Regionen. Schätzungsweise 40 Prozent der Weltbevölkerung leben derzeit in Endemiegebieten. Rund 390 Millionen Menschen infizieren sich jedes Jahr mit den Viren, die von tagaktiven Mücken übertragen werden. Die Zahl der Todesfälle will die WHO bis 2020 um die Hälfte reduzieren. / Foto: Imago/UIG
Derzeit erhalten 22 Millionen Menschen weltweit eine antiretrovirale Behandlung aufgrund einer HIV-Infektion – weitere 15 Millionen bleiben unbehandelt. Auch das will die WHO ändern und setzt unter anderem auf vermehrte Selbsttest zuhause oder am Arbeitsplatz. / Foto: Fotolia/natali_mis

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