Projektkoordinator Professor Dr. Christian Klein von der Universität Heidelberg beschreibt den Leitgedanken so: »Wir arbeiten nicht im totalen Spotlight der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit, sondern bemühen uns darum, Grundlagen zu schaffen, mit denen man beim Eintreten eines großen Problems für Lösungen vorbereitet ist.« Ziel sei nicht, bereits heute eine fertige Therapie zu präsentieren, sondern die wissenschaftlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen.
Dazu entwickeln die Forschenden des Projekts biologische Werkzeuge, molekulare Leitstrukturen und grundlegende Technologien, die sich flexibel auf neue Viren übertragen lassen. Zum Beispiel könnte die Antikörperentwicklung gegen die Oberflächenproteine des Nipah-Virus auch gegen verwandte Viren eingesetzt werden.
SHIELD bildet somit einen wichtigen Teil der europäischen Vorbereitung auf zukünftige Pandemien, die durch weitere Ansätze zur Prävention und Reaktion auf neue Ausbrüche ergänzt wird. Das Nipah-Virus dient dabei als Modell für zukünftige Hochrisikoerreger, da es durch verschiedene Übertragungswege und hohe Sterblichkeit zentrale Herausforderungen künftiger Pandemieerreger vereint.