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Weltraumfahrt

Das All kennt kein Alter

Bei einem Weltraumtrip lauern nämlich noch weitere gesundheitliche Gefahren, ausgelöst vor allem durch den mentalen und physischen Stress bei Start, Landung sowie beim Wiedereintreten in die Erdatmosphäre. Zum Beispiel durch den Schub der Triebwerke, die in Shatners Fall einer Leistung von mehr als 1 Million Pferdestärken entsprachen und damit eine Beschleunigungskraft von 3 g entwickelten. Beim Passieren der Erdatmosphäre können es sogar bis zu 6 g sein, die als Belastung auf den menschlichen Körper einwirken. Hohe g-Kräfte können den Autoren zufolge dazu führen, dass Blut aus dem Kopf weicht und so einen Sauerstoffverlust im Gehirn entsteht. »Das wiederum kann visuelle Veränderungen wie etwa Tunnelblick, Schwarz-Weiß-Sehen oder sogar den kompletten Verlust des Sehvermögens beziehungsweise des Bewusstseins nach sich ziehen.« Auch Übelkeit und Erbrechen, bekannt als Weltraumkrankheit, können auftauchen, wenn nach dem Aufstieg die g-Kräfte in der Schwerelosigkeit abrupt verschwinden.

Nach Angaben der Wissenschaftler ist bekannt, dass ältere Menschen Fliehkräfte oft besser tolerieren als jüngere. Das hätten Simulationen von Zentrifugalkräften bei solchen Flügen bereits gezeigt. Allerdings waren demnach die Probanden mit maximal 78 Jahren noch etwas jünger als Shatner.

Aus Sicht des englischen Autorenteams sind nun weitere wissenschaftliche Untersuchungen nötig, um das volle Ausmaß gesundheitlicher Reaktionen auf unterschiedliche Altersgruppen bei Weltraumflügen zu verstehen. Speziell mit Blick auf die Senioren, die schließlich die am stärksten wachsende Gruppe an Weltraumraumtouristen sind.

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