| Johanna Hauser |
| 07.07.2026 16:00 Uhr |
Überraschend für die Forscher war, dass auch Akkermansia muciniphila bei den Teilnehmern, die an Diabetes erkrankten, vermehrt nachweisbar war. Normalerweise wird dieses Bakterium mit gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht. Bei zu geringer Ballaststoffzufuhr beginnt es allerdings, die schützende Schleimschicht des Darms abzubauen und so Entzündungen und Stoffwechselstörungen zu begünstigen.
»Unsere Studie konnte Veränderungen in der Darmmikrobiota bereits mehrere Jahre vor Ausbruch der Krankheit nachweisen. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Zusammensetzung des Mikrobioms eine Rolle bei der Entstehung von Diabetes spielt – und nicht umgekehrt«, so Toubon. »Künftig könnten diese Bakterien als Biomarker genutzt werden, um Personen zu identifizieren, bei denen ein Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes besteht.« Die Ergebnisse unterstützen die allgemeine Empfehlung, ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte zu sich zu nehmen.