Der »Tag gegen den Schlaganfall« wurde 1999 von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe ins Leben gerufen und steht in diesem Jahr unter dem Motto »Erst einsam, dann krank – Kümmern schützt vor Schlaganfall«. In Deutschland sind derzeit 1,8 Millionen Menschen von den Folgen eines Schlaganfalls betroffen. Er gilt als häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. Rund 60 Prozent der Betroffenen sind dauerhaft auf Therapie, Hilfsmittel oder Pflege angewiesen. Lähmungen schränken viele Betroffene in ihrer Mobilität ein. 30 bis 40 Prozent erleiden eine Sprachstörung und etwa ebenso viele Menschen erkranken an einer Depression und ziehen sich zurück.
Ein Teufelskreis: Denn soziale Isolation ist ein weiterer Risikofaktor. »Einsamkeit ist die Todesursache Nr. 1 in westlichen Ländern«, sagen führende Psychiater, die von einer »noch viel zu unbekannten Krankheit« sprechen. Ersten Untersuchungen gemäß hätten sozial isolierte Menschen ein im Vergleich zu anderen Bundesbürgern um mehr als 40 Prozent erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.