Gesundheitsrisiken, suchterzeugendes Nikotin und Brände in Müllentsorgungsanlagen – für ein Einweg-Vapes-Verbot gibt es zahlreiche Gründe. / © Imago / Manfred Segerer
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) bereitet ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten vor. Der SPD-Politiker kündigte nach einem Treffen mit den Umweltministerinnen und Umweltministern der Länder in Leipzig an, noch in diesem Jahr ein entsprechendes Gesetz vorzulegen. Die Einweg-Geräte sollen dann in Deutschland nicht mehr verkauft werden dürfen.
Schneider begründete das geplante Verbot vor allem mit der Brandgefahr durch die Geräte. Viele Nutzenden entsorgten Einweg-E-Zigaretten über den Hausmüll oder den Gelben Sack. Dadurch komme es immer wieder zu Bränden in Müllentsorgungsanlagen. Die Geräte seien eine Gefahr für Beschäftigte sowie für den Recyclingstandort Deutschland. Wie häufig Einweg-E-Zigaretten tatsächlich Brände verursachen, werde derzeit noch genauer untersucht.
Der Bundesrat hatte sich bereits zuvor für ein Verbot ausgesprochen. Die Bundesregierung hatte angekündigt, einen entsprechenden Schritt vorzubereiten. Nachfüllbare E-Zigaretten sollen von dem Verbot nicht betroffen sein.
E-Zigaretten erzeugen Dampf statt Tabakrauch und werden häufig mit Frucht- oder Mentholgeschmack angeboten. Zwar enthalten sie deutlich weniger Schadstoffe als klassische Tabakzigaretten, Medizinerinnen und Mediziner warnen aber weiterhin vor Gesundheitsrisiken und dem suchterzeugenden Nikotin.
Nach Angaben der Branche stieg der legale Umsatz mit E-Zigaretten in Deutschland im Jahr 2025 um rund ein Viertel auf 2,4 Milliarden Euro. Zudem können Verbrauchende Zigaretten seit Juli überall dort zurückgeben, wo sie verkauft werden.