Im Winter kann die Radonbelastung durch eingeschränktes Lüften in Wohnräumen steigen. / © Getty Images/Vesnaandjic
Radon ist ein radioaktives, geruchsloses Gas, das durch den Zerfall natürlich im Boden vorkommenden Urans entsteht. In Deutschland kommt es flächendeckend im Boden vor und dringt von dort in Gebäude und somit auch Wohnräume ein. Ist man über Jahre und Jahrzehnte hohen Radonbelastungen ausgesetzt, kann das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, steigen.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warnt in einer aktuellen Pressemitteilung vor den Gefahren der Radonbelastung in Wohnräumen. Je mehr Radon im Boden vorkomme und je schlechter ein Gebäude gegen den Boden abgedichtet ist, desto höher sei die Wahrscheinlichkeit, dass Radon in ein Gebäude eindringe. Keller und Erdgeschosse seien häufiger betroffen als obere Stockwerke.
Eine schlechte Belüftung könne ebenfalls zu erhöhten Radonwerten beitragen. Gerade in der kälteren Jahreszeit könne die Belastung steigen. Daher empfiehlt das BfS eine Radonmessung in den eigenen vier Wänden. Sinnvollerweise werde diese in den Räumen durchgeführt, in denen man sich am meisten aufhalte. Also Wohn- und Schlafzimmer, bei Bedarf auch zusätzlich im als Homeoffice genutzten Zimmer. Die Messung erfolge über spezielle Geräte und sollte mindestens über die Heizperiode erfolgen. Für ein exaktes Messergebnis muss gemäß BfS ein Jahr lang gemessen werden.
Bei erhöhten Radonwerten hilft laut der Pressemeldung regelmäßiges Stoßlüften, sodass die Innenraumluft komplett ausgetauscht wird. Als langfristige Maßnahmen empfiehlt das BfS, Türen und Rohrdurchführungen zwischen Keller und Erdgeschoss abzudichten. Ist auch das nicht ausreichend, könne eine Lüftungsanlage helfen, notfalls lasse sich das Radon unter dem Gebäude absaugen.
Informationen zur Messung sind auf der Homepage des BfS verfügbar, die Karte »Radon im Boden« informiert darüber, in welchen Regionen besonders viel oder wenig Radon im Boden vorkommt.