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Neues Bundesinstitut
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BIÖG per Ministererlass trotz Kritik gegründet

Wie angekündigt hat Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) heute per Ministererlass das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) gegründet. Im Vorfeld gab es zu dieser Vorgehensweise scharfe Kritik.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 13.02.2025  11:45 Uhr

»Stärkung der Öffentlichen Gesundheit«

Die sich verändernden Rahmenbedingungen wie Klimawandel, Urbanisierung, Digitalisierung und globale Krisen würden zunehmende Herausforderungen auch für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen, ergänzte RKI-Präsident Professor Lars Schaade. »Mit einer besseren Zusammenarbeit und Abstimmung bündeln wir hier unsere Kräfte zur Stärkung der Öffentlichen Gesundheit«, sagte er. Eine Hauptaufgabe des neuen Instituts sei es, eigene Erkenntnisse mit der Datenexpertise des RKI zu verbinden, um Materialien zur praxisnahen Gesundheitskommunikation zu entwickeln.

Mit der ebenfalls heute unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen BZgA und RKI soll dafür ein internes »Steuerungsgremium Öffentliche Gesundheit« aus den Präsidien beider Institute eingesetzt werden, in dem gezielt Forschungsschwerpunkte bestimmt und daraus Informationskampagnen abgeleitet werden. Dafür werde auch das Panel »Gesundheit in Deutschland« genutzt, das in regelmäßigen Umfragen gesundheitsrelevante Parameter erheben wolle. 

Inhalte der Kooperationsvereinbarung

Die wesentlichen Inhalte der Kooperationsvereinbarung: Beide Einrichtungen wollen im Bereich der öffentlichen Gesundheit eng zusammenarbeiten und gegenseitig Wissen, Kompetenzen und Strukturen bereitstellen. Zudem wollen sich beide Institute zu relevanten Gesundheitsthemen sowie Evaluationskonzepten abstimmen und sich intensiv in den Bereichen der Forschungskoordination, Drittmittel und Antragsstellung für wissenschaftliche Projekte austauschen.

Im nationalen Krisenfall soll eine enge Abstimmung der Krisenkommunikation beider Institute erfolgen. Mögliche Themenschwerpunkte der künftigen Kooperation seien unter anderem die Stärkung der Gesundheitskommunikation, die Zusammenarbeit in den Bereichen Infektionskrankheiten und Impfungen sowie die Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Bewegungsförderung und psychischen Gesundheit.

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