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Arzneimittelsicherheit

BfArM warnt vor Xarelto-Fälschung

Bei einem britischen Parallelvertreiber wurden Fälschungen des Medikaments Xarelto® 20 mg von Originalhersteller Bayer gefunden. Apotheken sollten ihre Bestände überprüfen.
Daniela Hüttemann
05.06.2019
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Das gefälschte Arzneimittel war in polnisch-slowakischer Aufmachung, warnt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Sowohl die Tabletten selbst als auch Faltschachtel, Blister und Gebrauchsinformation sind gefälscht. Die Packung trägt die real existierende Chargenbezeichnung BXHVHC3 und das Verfalldatum 09/2020. Das BfArM bitte nun Apotheker, Anwender, Großhändler und Parallelvertreiber, ihre Xarelto-Packungen zu prüfen und Verdachtsfälle an das BfArM zu melden. Die Untersuchungen zu diesem Fall seien noch nicht abgeschlossen.

Am Dienstag ging dazu auch ein Chargenrückruf der Firma Orifarm an die Apotheken, um deren Importarzneimittel es sich offensichtlich handelt. Orifarm ruft nun die gesamte Charge BXHVHC3 des Produkts Xarelto® (Rivaroxaban) 20 mg, 98 Filmtabletten (PZN 07089606) in Deutschland zurück.

Laut Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) konnte Originalhersteller Bayer die Identität der originalen Wirk- und Inhaltsstoffe in den enthaltenden Tabletten nicht bestätigen. Sie ähneln dem Original in Farbe, Größe und Prägung. Erkennbar ist die Fälschung an den Perforationen der Blister. Sie sind im Gegensatz zum Original nur oberflächlich und nicht durchstochen. Um Fälschung und Original unterscheiden zu können, empfiehlt Bayer, den Blister auf die beiden Perforationslinien zu überprüfen.

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