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Ukraine
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Besserer Arzneimittelzugang nicht höchste Priorität

Westliche Geberländer haben der Ukraine Mittel für den Wiederaufbau des Gesundheitswesens zugesichert. Darüber informiert die Gesellschaft Germany Trade and Invest (GTAI). Der Wiederaufbau der Pharmabranche hat laut Plänen des ukrainischen Gesundheitsministeriums aber nicht die höchste Priorität. 
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 20.10.2022  10:30 Uhr

Verbesserung des Zugangs zu Arzneimitteln

Als achte Priorität soll ein System des Qualitätsmanagements auf nationaler und regionaler Ebene aufgebaut werden. Dazu müsse zunächst eine langfristige Vision von Patientenqualität und -sicherheit im Gesundheitssystem entwickelt, sowie die Umsetzung und Harmonisierung des Rechtsrahmens für die Qualität der medizinischen Versorgung und Patientensicherheit mit der EU-Gesetzgebung koordiniert werden, informiert die GTAI.

Die Verbesserung des Zugangs zu Arzneimitteln und der Wiederaufbau der Pharmabranche ist Thema von Priorität neun. Die beschädigte und teilweise zerstörte Logistikinfrastruktur schränke den Zugang zu Medikamenten ein und die nationale Liste der lebensnotwendigen Arzneimittel soll nach der Bewertung medizinischer Technologien (OMT) ergänzt werden, so die GTAI. Dazu seien Änderungen des Verfahrens zur Konformität der Produktion von Arzneimitteln mit den Anforderungen der guten Herstellerpraxis (GMP) notwendig. Zudem soll eine Roadmap zum Aufbau eines Verifizierungssystems für Arzneimittel nach EU- und GS1-Standards definiert und umgesetzt werden. Letzteres steht für unternehmensübergreifende und effiziente Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. 

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