| Ev Tebroke |
| 25.06.2026 09:25 Uhr |
Davon hält Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbands der Ersatzkassen (vdek), nicht viel. Mehr Eigenbeteiligung sehe sie eher am Ende einer besseren Steuerung. »Wir sollten es erst mal mit einer vernünftigen Patientensteuerung versuchen. Auch mit neuen Elementen wie einer digitalen Ersteinschätzung«, sagte sie. Es gehe um eine vernünftige Einordnung, ob ein Arztbesuch überhaupt nötig ist. Dafür brauche es Andockpunkte.
Die Apotheke könnte laut Lucas einer davon sein. Sie unterstrich aber, eine solche digitale Ersteinschätzung müsse für alle Patienten verpflichtend sein.
Auf Klinikseite betonte Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken (BDPK), dass die Politik nicht nur die Kosten senken dürfe; in den Kliniken führe dies etwa zu rigidem Personalabbau, sondern sie müsse auch die Folgen bedenken.
Darauf zielt auch Ärztevertreter Heinrich ab. Es gelte, ehrlich zu kommunizieren, welche Einschnitte das Sparprogramm für die Versorgung bedeutet. »Wir können keine Reformen machen, ohne den Patienten etwas zuzumuten. Das müssen wir deutlich kommunizieren.«
Aus Sicht von Lucas sind Patienten durchaus bereit, Einschnitte zu tolerieren. Es gelte jedoch, diese »Zumutungen« gut zu moderieren. Patienten müssten verstehen, dass sie, wenn sie wirklich Bedarf haben, auch schnell und gut versorgt werden. Das gelte es klug zu organisieren. »Hand in Hand: Es geht um gute Koordination, Begleitung, Einordnung. Wir wollen keine ärztlichen Tätigkeiten übernehmen.«