PTA sollen in Zukunft in Apotheken mehr Aufgaben übernehmen können – welche genau, soll noch erarbeitet werden. / © Getty Images/Jacob Wackerhausen
»Wir haben eine Grundsatzentscheidung getroffen«, so BAK-Präsident Armin Hoffmann in einer Mitteilung. »PTA sind wertvolle Mitarbeitende in den Apotheken. Wir möchten ihnen Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung – verbunden mit einem klar definiertem Kompetenzprofil – in der öffentlichen Apotheke geben.« Einerseits stärke dies die Attraktivität des Berufes und fördere andererseits die öffentlichen Apotheken dabei, ihr Dienstleistungsangebot noch stärker auszubauen.
ABDA und der Bundesverband pta (BVpta) arbeiten bereits gemeinsam an einem Konzept zur Weiterentwicklung des PTA-Berufs. Erste Eckpunkte der Weiterqualifizierung wurden im März in dem Papier »PTA stärken – Weiterqualifizierung ja, Vertretung nein« abgestimmt. Unter diese Überschrift fällt auch die heutige Grundsatzentscheidung. Zudem wurde beschlossen, ein entsprechendes Curriculum für ein solche Weiterqualifizierung unter Federführung der BAK in Zusammenarbeit mit dem BVpta zu erarbeiten.
Wie die Pläne in den Ländern umgesetzt werden können, werde derzeit noch ausgelotet – die Weiterqualifizierung sei keine originäre Aufgabe der Landesapothekerkammern. Zu berücksichtigen seien rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere der Heilberufs- und Kammergesetze der Länder, auch Dritte würden einbezogen.
Das Gremium verabschiedete aber bereits ein Curriculum für die Praxisanleitung, das PTA zusätzlich pädagogisch qualifiziert, um PTA-Auszubildenden die notwendigen beruflichen Handlungskompetenzen zu vermitteln. Dieses Curriculum umfasst vier Module mit insgesamt 115 Stunden.