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Analyse

Mehr Umsatz mit Innovationen

13.12.2017
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Von Ev Tebroke / Der Umsatzanteil patentgeschützter Medikamente am Arzneimittelmarkt hat zwischen 2016 und 2017 weiter kräftig zugenommen. Den Auswertungen des Informationsdienstleisters IQVIA zufolge ist deren Anteil im Krankenhaussektor um knapp 14 Prozent auf rund 69 Prozent gewachsen. Insgesamt stieg der Umsatz mit Rx-Medikamenten in den Kliniken von Oktober 2016 bis September 2017 um knapp 6 Prozent auf mehr als 4 Milliarden Euro. Im niedergelassenen Bereich entfallen auf die patentgeschützten Originale aktuell 62 Prozent des Umsatzes.

 

Der Schwerpunkt der Innovationen im stationären Sektor liegt eindeutig auf Onkologika, die mit einem Umsatzvolumen von 1,3 Milliarden Euro 44 Prozent des Umsatzes bei patentgeschützten Präparaten generieren. Mit 6 Prozent an zweiter Stelle stehen Medikamente zur Blutgerinnung. Insgesamt entfallen in den Klinken 78 Prozent des Umsatzes auf die zehn führenden Therapiegebiete.

 

Im ambulanten Bereich machen patentgeschützte Rx-Medikamente aus den zehn führenden Therapiekategorien 60 Prozent des Umsatzes aus. Entsprechend kleiner ist auch der Marktanteil, den die Top-zehn-Rx-Arzneigruppen im Apothekensegment auf sich vereinen. Der Hauptanteil entfällt auf Anti-TNF-Präparate zur Behandlung schwerer Erkrankungen des Immunsystems. Sie haben mit 1,8 Milliarden Euro Umsatz einen Marktanteil von 11 Prozent (ohne Abzug jeglicher Rabatte oder Nachlässe). An zweiter Stelle folgen Medikamente zur Behandlung von Multipler Sklerose mit rund 1,3 Milliarden Euro (knapp 8 Prozent).

 

Insgesamt ist IQVIA zufolge der Umsatz der Apotheken im Rx-Bereich von Oktober 2016 bis September 2017 um rund 4 Prozent auf knapp 28 Milliarden Euro gestiegen. /

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