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Johnson & Johnson

Schadenersatz in Milliardenhöhe

07.12.2016
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dpa / Ein Skandal um fehlerhafte Hüft­implantate kommt den US-Konzern Johnson & Johnson (J&J) teuer zu stehen.

 

Ein Gericht in Dallas im US-Bundesstaat Texas entschied zugunsten einer Gruppe von Klägern, die den Konzern auf Schadenersatz verklagt hatten. J&J soll nun mehr als 1 Milliarde US-Dollar (rund 940 Millionen Euro) zahlen. Der Konzern will die Entscheidung des Gerichts anfechten.

 

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Konzern, der neben Arzneimitteln und Konsumgütern auch Medizintechnik anbietet, von den Mängeln der Implantate gewusst, aber weder Ärzte noch Patienten ausreichend über die Risiken informiert hatte. J&J hatte den Verkauf der betroffenen Produkte, die von der Tochter DePuy hergestellt wurden, 2013 gestoppt. Dem Konzern drohen noch fast 9000 weitere Klagen in diesem Zusammenhang.

 

J&J hat schon seit Längerem Ärger wegen seiner Implantate. 2010 mussten die Amerikaner 93 000 künstliche Hüftgelenke einer anderen Modellreihe zurückrufen und später 2,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,35 Milliarden Euro) für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten zahlen. /

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