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ABDA-Wahlen

Zwei Frauen, ein Posten

30.11.2016
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Von Cornelia Dölger / Zum Abschluss des dreifachen Wahlreigens könnte es noch einmal spannend werden: Wenn sich am 7. Dezember die Spitze der ABDA zur Abstimmung stellt, steht eine Kampfkandidatur an, denn gleich zwei Bewerberinnen gehen für den Posten der Mitarbeitervertretung im geschäftsführenden Vorstand ins Rennen.

Derzeit nimmt Karin Graf die Position der Mitarbeitervertretung ein. Die ehemalige Vizepräsidentin der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg vertritt als nichtselbstständige Apothekerin die Interessen der Angestellten. Ihre Konkurrentin ist Cynthia Milz. Sie ist im Vorstand der Bayerischen Landesapothekerkammer und seit 2010 Sprecherin des Wissenschaftlichen Instituts für Prävention im Gesundheitswesen (WIPIG). Milz bewirbt sich zum ersten Mal für die ABDA-Spitze, für Graf wäre es die dritte Amtszeit.

Inzwischen konkurrenzlos

 

Auch ABDA-Präsident Friedemann Schmidt und Vize Mathias Arnold wollen weitermachen. Sie sind seit 2013 im Amt und inzwischen konkurrenzlos: Hamburgs Kammerpräsident Kai-Peter Siemsen hatte seine Kandidatur aufgrund der brisanten politischen Lage infolge des Urteils des Europäischen Gerichtshofs zur Rx-Preisbindung zurückgenommen, um Geschlossenheit zu demonstrieren.

 

Der geschäftsführende Vorstand der ABDA setzt sich aus Präsident, seinem Vize, der Mitarbeitervertretung sowie den geschäftsführenden Vorständen von Bundesapothekerkammer (BAK) und Deutschem Apothekerverband (DAV) zusammen. Das Personal wird von der Mitgliederversammlung für vier Jahre gewählt. BAK und DAV haben ihre Spitzenwahlen bereits abgehalten.

 

Stimmabgabe einheitlich

 

Insgesamt 34 Organisationen – je 17 Landesapothekerkammern und -verbände – zählen zu den Mitgliedern der ABDA. Die Stimmverteilung richtet sich nach den Kammerbezirken, wobei auf jeden Bezirk sechs Grundstimmen entfallen, zudem eine weitere Stimme auf je 100 Apotheker pro Bezirk. Wie viele Stimmen von der Kammer und wie viele vom Verband kommen, entscheiden die Mitgliedsorganisationen. Die Stimmen müssen laut ABDA-Satzung einheitlich abgegeben werden. Ein Kandidat gilt als gewählt, wenn er die einfache Mehrheit bekommt und darüber hinaus mindestens 50 Prozent der Mitgliedsorganisationen für ihn gestimmt haben. Die Gewählten übernehmen ihr Amt am 1. Januar 2017. /

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