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Schweinegrippe

Impfungen haben begonnen

27.10.2009
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Nebenwirkungen melden

Wer sich gegen die Schweinegrippe impfen lässt, sollte seinen Arzt oder Apotheker über mögliche Nebenwirkungen informieren. Dies ist nötig, um seltene Nebenwirkungen zu entdecken. Auch bereits bekannte unerwünschte Wirkungen sollen gemeldet werden, damit deren Häufigkeit oder Schweregrad künftig besser eingeschätzt werden können. Apotheken melden die Verdachtsfälle an die Geschäftsstelle der AMK. Ein Berichtsbogen kann auf der Website der AMK unter www.abda-amk.de online ausgefüllt und abgeschickt werden. In den aktuellen AMK-Meldungen finden Sie Informationen zu unerwünschten Wirkungen des Impfstoffs Pandemrix®.

Die Jungen sind besonders stark betroffen: Insgesamt sind schon 86 Todesfälle bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren auf den Schweinegrippeerreger zurückzuführen. 50 Prozent aller Hospitalisierungen und 23 Prozent aller Todesfälle wegen Schweinegrippe seien in der Altersgruppe der Unter-25-Jährigen aufgetreten.

 

Dass besonders junge Menschen betroffen sind, bereitet auch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Sorgen. Die Neue Influenza verursache nach wie vor in den meisten Fällen milde Verläufe ohne Komplikationen und mit vollständiger Genesung. Besorgniserregend sei aber der schwere und bei der saisonalen Influenza so nicht bekannte Verlauf bei einer geringen Anzahl von Fällen, der zu beatmungspflichtiger, intensivmedizinischer Betreuung und zu Todesfällen insbesondere auch in jüngeren Altersgruppen führt, so die WHO. Obwohl das Risiko eines schweren Verlaufs für bestimmte Personengruppen deutlich erhöht ist, können auch gesunde junge Erwachsene sehr schwer erkranken.

 

Die EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou warnt davor, die Schweinegrippe zu unterschätzen. »Es ist zu befürchten, dass sich das Virus im Laufe der kommenden Monate verändert und deutlich aggressiver wird«, sagte die Europa-Politikerin aus Zypern der Tageszeitung »Die Welt«. »In diesem Fall wird man leider auch mit einer erheblichen Zahl von Toten rechnen müssen.«

 

In Deutschland sei mittlerweile wieder ein leichter Anstieg der Erkrankungszahlen für Schweinegrippe zu beobachten, sagte Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), in Berlin. Allein in der vergangenen Woche seien knapp 1600 neue Fälle registriert worden. »Das ist ein Indikator dafür, dass wir es mit einer leicht steigenden, möglicherweise beschleunigten Entwicklung zu tun haben.«

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