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EU-Leitlinie lässt Spielraum bei Retouren

01.10.2013  18:05 Uhr

Von Daniel Rücker / Im März dieses Jahres ist die neue EU-Leitlinie zu Good Distribution Practice (GDP) in Kraft getreten. Seit Mitte September ist sie verbindlich.

Großhändler haben dies offenbar zum Anlass genommen, die Retourenfrist für nicht angebrochene Arzneimittel in einem verkaufsfähigen Zustand einzuschränken. Sie beziehen sich dabei auf eine Passage in der GDP-Leitlinie, in der es heißt, solche Arzneimittel sollten »innerhalb von einer akzeptablen Frist (zum Beispiel 10 Tage) zurückgegeben werden«.

 

Einzelne Großhändler scheinen dies nun gegenüber Apothekern so zu interpretieren, dass sie keine Arzneimittel mehr zurücknehmen dürfen, die erst später als nach 10 Tagen zurückgegeben werden. Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hält diese Sichtweise für falsch. Die in der Leitlinie erwähnten 10 Tage seien lediglich ein Beispiel. Akzeptabel sei die Rückgabefrist, wenn die Arzneimittelsicherheit bei Retouren gewährleistet bleibe. Das schließe längere Zeiträume nicht aus. Retourenfristen müssten in erster Linie zwischen Apothekern und Großhändlern ausgehandelt werden. /

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