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Diabetes-Gesellschaft

Politik soll handeln

20.09.2017
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Von Katja Egermeier / Die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der etwa 6,7 Millionen Diabetespatienten in Deutschland muss sichergestellt werden. Das fordert die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) in einem Positionspapier von der künftigen Bundesregierung.

 

»Die politisch Verantwortlichen dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass die Bekämpfung der Volkskrankheit Diabetes angesichts der alternden Bevölkerung eine der größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen ist«, erklärt DDG-Präsident Professor Dirk Müller-Wieland.

 

Gesunde Lebensmittel mit niedrigem Zucker-, Fett- und Salzgehalt von der Mehrwertsteuer zu befreien, stellt für die DDG sowie die Deutsche Diabetes-Hilfe und die Deutsche Allianz für Nichtübertragbare Krankheiten dabei eine wesentliche Maßnahme dar. Ebenso schaffe eine verpflichtende Kennzeichnung aller Lebensmittel mit einem leicht verständlichen Ampel-System Anreize für eine bessere Ernährung. Verboten gehört für die DDG dagegen Lebensmittelwerbung, die sich an Kinder und Jugendliche richtet.

 

Für die kommende Legislaturperiode fordert die Fachgesellschaft zudem die Benennung eines Beauftragten der Bundesregierung für Diabetes, Adipositas und Prävention. Dies soll sicherstellen, dass Prävention und Therapie ressortübergreifend und dauerhaft im Fokus der Politik stehen. /

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