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Apothekenmarkt

Heute schon für morgen planen

03.09.2013  17:53 Uhr

Von Guido Michels / 2013 ist für die Apotheken ein gutes Jahr. Viele verzeichnen wachsende Umsätze, mehr Rohgewinn und ein deutliches Ergebnisplus. Ausruhen sollten sich die Apotheker auf dieser positiven Entwicklung aber nicht. Gerade jetzt sollten sie Strategien für die Zukunft entwickeln.

Die Einschnitte durch das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz haben die wirtschaftliche Lage der Apotheken zuletzt stark negativ beeinflusst. Hinzu kamen das Gezerre um den Apothekenabschlag, Preiskämpfe und vieles mehr. Viele freuen sich daher nun über eine Atempause. Doch der Wettbewerbsdruck steigt stetig. Wichtig ist daher, die eigene Ausrichtung, aber auch die wirtschaftlichen Parameter laufend zu optimieren.

Führt man sich den typischen Lebenszyklus eines Unternehmens vor Augen, so erkennt man, dass zu Beginn Umsätze, Kundenzahl und Gewinne langsam anwachsen. Sind die ersten Widrigkeiten überstanden, folgt in der Regel ein stärkeres Wachstum, das sich allmählich abschwächt. Schließlich kommt es zur Stagnation.

 

Neues Wachstum fördern

 

Auf diesem Plateau der wirtschaftlichen Entwicklung stellen sich die Weichen. Wer vorgesorgt hat, der schafft durch Wandel und Veränderung einen neuen Wachstumsprozess. Bei anderen ist es der Beginn des Abschwungs. Die Vorhaben, mit denen neues Wachstum angestoßen wird, müssen geplant werden, noch während das Unternehmen wächst.

 

Zu erkennen, in welcher Phase sich der eigene Betrieb befindet, erfordert ein hohes Maß an Selbstreflexion. Helfen können dabei wirtschaftliche Auswertungen, Konkurrenz- und Standortuntersuchung oder Kundenbefragungen. Hieraus gilt es, Ziele zu bestimmen und Strategien zu entwickeln, wie diese erreicht werden können. Wer zum Beispiel Schwerpunkte in bestimmten Indikationsgebieten setzen will, braucht entsprechendes Wissen, eventuell neues Personal, neue Produkte oder Dienstleitungen. Wer sich hingegen zum Ziel setzt, die größte und bekannteste Apotheke der Stadt zu werden, muss in Marketingaktivitäten investieren oder über den Kauf von Filialen nachdenken.

 

Diese Ziele müssen sich natürlich wirtschaftlich auszahlen. Es gilt, Trends und Kundenbedürfnisse zu erkennen, die Umsatz- und Ertragspotenziale bergen. Ein gewähltes Konzept sollte zudem nicht nur punktuell eingeführt werden. Will man sich beispielsweise als naturheilkundliche Apotheke profilieren, reicht es nicht aus, nur ein paar homöopathische Präparate vorrätig zu halten. Vielmehr muss das Ziel ganzheitlich angegangen und das Konzept durchgängig umgesetzt werden. /

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