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Weniger Pfeifgeräusche

03.09.2007
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Weniger Pfeifgeräusche

PZ / Die Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper Palivizumab kann die Inzidenz wiederkehrenden Giemens bei Frühgeborenen um fast die Hälfte verringern. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Fachmagazin »Journal of Pediatrics« (Band 151, Seiten 34 bis 42) veröffentlichte Studie der Forschergruppe um Professor Dr. Eric A. F. Simoes an der University of Colorado in Denver. Die Studie zeigte, dass frühgeborene Kleinkinder ohne bestehende chronische Lungenerkrankungen, die vor Studienbeginn mit Palivizumab (SynagisTM des Pharmaunternehmens Abbott) behandelt wurden, eine um 49 Prozent geringere Inzidenz wiederkehrenden Giemens aufwiesen als solche, die das Mittel nicht erhielten (13 Prozent versus 26 Prozent, p=0,001). Giemen bezeichnet ein pfeifendes Geräusch, das die Luft beim Passieren von Atemwegen erzeugt, die durch Entzündungen oder Muskelkrämpfe verengt sind. Professor Dr. Christian Rieger von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum vermutet, dass Palivizumab die Entwicklung einer Infektion mit dem Respiratory Syncytial Virus (RSV) zu einer Infektion des Bronchialbaums und die daraus oft resultierende chronische bronchiale Überempfindlichkeit verhindert.

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