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Medikamentöser Abort

Kein Risiko für Folgeschwangerschaft

27.08.2007
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Medikamentöser Abort: Kein Risiko für PZ / Schwangerschaftsabbrüche mithilfe von Medikamenten sind nicht mit einem erhöhten Risiko für spätere Schwangerschaften verbunden. Dies ist das Ergebnis einer Kohortenstudie, die im »New England Journal of Medicine« (Band 357, Seite 648 bis 653) erschien. Für die Untersuchung wertete das Team um Jun Zhang vom US-National Institute of Health in Bethesda die Daten des Dänischen Abort-Registers aus, in dem alle Fälle von Schwangerschaftsabbrüchen in Dänemark von 1999 bis 2004 aufgeführt sind. Die Forscher konnten anhand der Personenkennziffer Frauen identifizieren, die einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, aber zu einem späteren Zeitpunkt Mutter wurden. Insgesamt konnten die Forscher auf Daten zu 2710 Aborten, die durch Wirkstoffe wie Mifepriston induziert wurden, sowie zu 9104 chirurgischen Aborten zurückgreifen. Die Analyse zeigte, dass Frauen, die einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch hinter sich hatten, kein erhöhtes Risiko für ektopische Schwangerschaften (Einnistung außerhalb der Gebärmutter) hatten, als Frauen mit einem chirurgischen Abort. Auch das Risiko für Spontanaborte, für Frühgeburten oder Geburten mit niedrigem Geburtsgewicht war nicht erhöht.

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