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ABDA warnt vor Missbrauch

16.08.2007
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ABDA warnt vor PZ / Auf den Missbrauch von rezeptfreien Arzneimitteln wie Dextromethorphan und Diphenhydramin weist die ABDA ­ Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hin. Jugendliche konsumieren diese in Deutschland apothekenpflichtigen Medikamente in hohen Dosierungen, um Halluzinationen hervorzurufen. In den empfohlenen Dosierungen besteht keine Gefahr für Rauschzustände. Überdosiert oder in Kombination mit Rauschgiften kann es jedoch zu unvorhersehbaren Wechselwirkungen bis hin zu Psychosen und Koma kommen. »Die Apotheker sind informiert und werden bei der Abgabe rezeptfreier Arzneimittel an Jugendliche besonders auf möglichen Missbrauch achten«, sagte Professor Dr. Thomas Beck, Leiter der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). In den USA nahmen im Jahr 2005 rund 2,4 Millionen Jugendliche den Hustenstiller Dextromethorphan missbräuchlich ein. Fünf Konsumenten starben, nachdem sie falsch deklariertes Dextromethorphan (in den USA nicht apothekenpflichtig) über das Internet gekauft und eingenommen hatten.

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