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Versandapotheken

Das Spiel mit dem Preis ist gängige Praxis

07.08.2018  15:38 Uhr

Von Katja Egermeier / Dynamische Preisänderungen sind nicht nur im Handel gang und gäbe, sondern auch auf dem deutschen Online-Markt.

 

Wie die Verbraucherzentrale Brandenburg berichtet, ist mehr als jedes dritte untersuchte Produkt im Internethandel Preisschwankungen ausgesetzt. Das betrifft auch Versandapotheken. 34 Tage Beobachtung ausgewählter Händler hätten im Extrem bis zu 32 Änderungen für ein und dasselbe Produkt ergeben. Beobachtet wurden mehr als 1100 Produktpreise bei 16 Online-Händlern im Zeitraum von Januar bis März 2018.

Dabei stieß das Team der Marktwächter insgesamt bei 37 Prozent der Preise auf Schwankungen, im Pharmaziesektor sogar bei 49 Prozent. Zudem zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den von der Verbraucherzentrale beobachteten Versandapotheken, Doc Morris, Sanicare und Shop-Apotheke. Während die Produktpreise bei der Shop-Apotheke durchgehend stabil blieben, variierten sie bei Sanicare bei 87 Prozent und bei Doc Morris bei 59  Prozent der beobachteten Produkte. An einzelnen Tagen seien hier zudem Preissenkungen mit gleichzeitiger Preiserhöhung anderer Artikel zu beobachten gewesen. So habe Doc Morris beispielsweise an nur einem Tag 34 Produktpreise geändert: Neun wurden reduziert, 25 erhöht – jeweils um bis zu 30 Prozent des mittleren Produktpreises. »Wer zusätzlich zu heruntergesetzten Produkten noch weitere bestellt, sollte gut aufpassen«, warnt Michèle Scherer von der Verbraucherzentrale. /

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