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Interview

Messestandort mit exzellentem Ruf

07.08.2007  18:15 Uhr

Interview

Messestandort mit exzellentem Ruf

25.000 Besucher und 400 Aussteller werden vom 27. bis 30. September zur Expopharm erwartet. Erstmals seit zehn Jahren ist Europas bedeutendste pharmazeutische Fachmesse wieder in Düsseldorf. Der Geschäftsführer der Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker, Gregor Ulrich, erläutert im PZ-Interview, warum sich ein Besuch lohnt.

 

PZ: Nach zehn Jahren findet die diesjährige Expopharm erstmals wieder in Düsseldorf statt. Was versprechen Sie sich vom Standortwechsel?

 

Ulrich: Düsseldorf genießt als Messestandort einen exzellenten Ruf. Wir kennen die Stadt und den Messeplatz sehr gut, denn die Expopharm war bereits häufiger hier zu Gast, zuletzt im Jahr 1997. Jährlich finden in den Messehallen unweit des Rheins mehr als 40 internationale Fachmessen statt, wir finden dort eine hochprofessionelle Unterstützung. Die Aussteller und Besucher der Expopharm 2007 werden sich hier wohlfühlen. Davon bin ich überzeugt.

 

PZ: Was macht den Messestandort derart attraktiv?

 

Ulrich: Düsseldorf verfügt als Stadt wie auch als Messestandort über einige herausragende Merkmale, was Infrastruktur und Lage betrifft. Neben dem gut strukturierten und modernen Messegelände und einem ausgefeilten Aussteller- und Besucherservice spricht vor allem die strategische Lage im Dreiländereck mit seinem sehr hohen Zielgruppenpotenzial für den Veranstaltungsort. Diese Vorteile wollen wir für die Expopharm und im Sinne von Ausstellern und Fachbesuchern nutzen.

 

PZ: Die Expopharm ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, gilt als Leitmesse für den europäischen Pharma- und Apothekenmarkt. Was erwartet Aussteller und Besucher in diesem Jahr?

 

Ulrich: Wir haben die Messlatte in Richtung Wachstum in den vergangenen beiden Jahren natürlich noch einmal ein Stück höher gelegt. Allerdings geht es auch bei der Expopharm primär um qualitative Maßstäbe. Das sage ich bewusst, obwohl wir auch am Standort Düsseldorf die Vermietungszahlen der Vergangenheit schon im Vorfeld übertroffen haben. Die Expopharm hat sich aber schon vor geraumer Zeit als zentraler Branchentreff etabliert. Wo sonst können Apothekerinnen und Apotheker derart vielfältige Kontakte zu Kollegen und Geschäftspartnern aufnehmen wie bei der Expopharm? Dabei ist es ganz egal, ob man mit konkretem Geschäftsziel zur Messe reist oder nicht &#8211 an den Messeständen, aber auch beispielsweise bei den Ausstellerseminaren gibt es viel Wissenswertes zu entdecken. Auch die internationalen Businessmöglichkeiten für Industriepartner sind ein weiterer wesentlicher Aspekt.

 

PZ: Hat die gesundheitspolitische Entwicklung auch direkte Auswirkungen auf die Messe?

 

Ulrich: Konkrete Auswirkungen auf die Expopharm hat die aktuelle Gesundheitspolitik, also die Einführung des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes, zurzeit nicht. Das Messegeschäft ist zwar auch von kurzfristigen Entwicklungen betroffen, basiert aber meist auf langfristigen Planungen. Allerdings kann sich Verunsicherung im Berufsstand und der Branche insgesamt auf die Messe niederschlagen.

 

PZ: Welches sind die zentralen Themen der Expopharm 2007 in Düsseldorf?

 

Ulrich: Das Themenspektrum ist äußerst vielfältig und hat sich mit unserem natürlichen Wachstum der letzten Jahre noch einmal deutlich erweitert. Es reicht von Arzneimitteln über das Apothekenzusatzsortiment, Ausstattungen und Softwarelösungen bis hin zu pharmazeutischen Dienstleistungen. Die Aussteller &#8211 Marktführer mit etablierten Produkten ebenso wie Start-Ups mit innovativen Geschäftsideen &#8211 kommen aus allen Segmenten des Marktes. Da die Unternehmen ihren Auftritt vollkommen frei gestalten, spiegelt die Messe die Marktentwicklung unverfälscht wider. Wir sehen darin auch in Zukunft die einzigartige Barometerfunktion der Expopharm für die gesamte Branche.

 

PZ: Wird die Expopharm 2007 an die erfolgreichen Veranstaltungen in Köln 2005 und München 2006 anknüpfen können?

 

Ulrich: In den vergangenen Jahren kamen jeweils mehr als 25.000 Besucher zur Expopharm. Das war überwältigend. Und natürlich würden wir uns freuen, wenn wieder mehr als 25.000 Gäste den Weg zu uns finden. In der Flächenvermietung liegen wir mit dem derzeitigen Buchungsstand bereits deutlich über den Erwartungen und damit im Trend der vergangenen Jahre. Die Messefläche ist bereits seit einigen Wochen ausgebucht.

 

PZ: Immer mehr zusätzliche Angebote ergänzen die Auftritte in den Messehallen. Was erwartet die Besucher?

 

Ulrich: Der Schwerpunkt der Expopharm liegt auf den Präsentationen in den Messehallen. Parallel zur Messe finden zunehmend Informations- und Seminarveranstaltungen statt. Diese erfreuen sich großer Beliebtheit. 2006 in München besuchten knapp 2000 Gäste die etwa 70 Seminare der Aussteller. Wir glauben, dass wir dieses Angebot im Jahr 2007 noch einmal ausbauen können.

 

PZ: Die Expopharm gilt als bedeutendste pharmazeutische Fachmesse Europas. Was tun Sie, um diesen Status mit Leben zu erfüllen?

 

Ulrich: Bei Marktpartnern in ganz Europa hat die Expopharm einen ausgezeichneten Ruf. Unsere Aussteller kommen aus mehr als 20 Nationen. Wir haben unsere Kommunikationsaktivitäten mehrsprachig ausgebaut; wir erreichen beispielsweise mit einem monatlichen Newsletter weltweit einige zehntausend Branchenkenner. Der Internationale Meeting-Point &#8211 ein Ergebnis dieser gezielten Kommunikation­ wurde bereits 2006 wegen der großen Resonanz bei den ausländischen Fachbesuchern erweitert. Der Bedarf, sich in diesem Umfeld zu informieren und auszutauschen, wächst.

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