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GPC Biotech in Turbulenzen

31.07.2007
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GPC Biotech in Turbulenzen

dpa / Der Gründer des Software-Unternehmens SAP, Dietmar Hopp, hat sein Engagement bei GPC Biotech trotz der Turbulenzen um das deutsche Biotechnologieunternehmen ausgebaut. Der Milliardär, der bisher 10,13 Prozent des Martinsrieder Unternehmens hielt, stockte nach einem Bericht des Magazins »Der Spiegel« seinen Anteil auf 14,5 Prozent auf.

 

Hopp sagte der Deutschen Presse- Agentur (dpa): »Die Firma ist gut. Ich lasse sie nicht im Stich.« GPC Biotech war in Schwierigkeiten geraten, weil das neue Krebsmittel Satraplatin in den USA noch nicht zugelassen wurde. Am Montag teilte das Unternehmen in Martinsried bei München mit, dass es den Antrag auf beschleunigte Zulassung des Krebsmittels in den USA zurückgezogen habe. GPC Biotech drohen unterdessen Schadenersatzforderungen in den USA wegen angeblicher Falschaussagen zu Satraplatin. Eine Sammelklage gegen das Unternehmen sei bei einem Bezirksgericht in New York eingereicht worden, hieß es in einer Mitteilung der Kanzlei Abbey Spanier Rodd & Abrams, LLP.

 

Die Kläger werfen GPC Biotech vor, eine Reihe von falschen Daten über Satraplatin veröffentlicht und so den Aktienkurs aufgebläht zu haben. Der Kurs der GPC-Aktie stürzte am Freitag weiter ab, am Montag zogen die Papiere wieder an. GPC Biotech habe gewusst, dass es beträchtliche Risiken gebe, dass die US-Behörde Food and Drug Administration (FDA) das Mittel nicht zulassen werde, hieß es in der Mitteilung. Für die erlittenen Verluste durch den Kurssturz der Aktie nach Bekanntwerden der Probleme mit Satraplatin wollen die Kläger Schadenersatz. Das deutsche Biotechnologie-Unternehmen wies die in der Klage enthaltenen Vorwürfe zurück.

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