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Optimismus gegen Schmerzen

24.07.2007  15:41 Uhr

Optimismus gegen Schmerzen

PZ / Je größer die Erwartungshaltung einer Person ist, desto stärker fällt die Placebowirkung bei ihr aus. Dies berichten Forscher der University of Michigan im Fachjournal »Neuron« (Band 55, Seite 325 bis 336). Den Forschern um Jon-Kar Zubieta zufolge hängt die Stärke des Placeboeffekts von der Dopamin-Freisetzung im »Belohnungszentrum« des Gehirns, dem Nucleus accumbens, ab. Die Wissenschaftler hatten 14 Freiwilligen eine schmerzhafte Kochsalzinjektion in den Kiefermuskel appliziert und ihnen anschließend eine weitere Injektion angekündigt, die bei der Hälfte der Probanden ein Schmerzmittel und bei der anderen Hälfte ein Placebo enthalten sollte. Tatsächlich erhielten aber alle Probanden ein Scheinpräparat. Die Studienteilnehmer sollten vor der ersten Injektion die erwartete Wirkung des Schmerzmittels einschätzen und nach dessen Applikation die eingetretene Wirkung beurteilen. Dabei zeigte sich, dass nur bei den Probanden der Schmerz nachließ, die diesen Effekt auch erwartet hatten. Bei diesen Patienten war die Dopamin-Freisetzung im Nucleus accumbens erhöht, wie die Forscher per Positronenemissionstomografie erkennen konnten.

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