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Gesundheitsminister der Länder pushen Medikationspläne

28.06.2017
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Von Anna Pannen / Medikationspläne für multimorbide Patienten soll es in Zukunft flächendeckend in Deutschland geben. Das haben die Gesundheitsminister der Länder vergangene Woche auf der 90. Gesundheitsministerkonferenz beschlossen. Sie sprachen sich dafür aus, neue Modellprojekte zu schaffen und bestehende auszuweiten.

Apotheker dürften noch mehr eingebunden werden als bisher, denn der Plan sieht explizit vor, ärztliche Leistungen an »andere Gesundheitsfach- und Heilberufe« zu delegieren. Darüber hi­naus soll es künftig medizinische Leitlinien zur Versorgung mehrfach erkrankter Menschen geben. Auch die Forschung zu diesem Thema soll ausgebaut werden.

 

Damit Patienten die Beipackzettel ihrer Medikamente besser verstehen, sprachen sich die Minister außerdem dafür aus, allen Arzneimittelpackungen künftig eine leicht verständliche Kurzform des Beipackzettels bei­zulegen. Wie ein solches Informationspapier aussehen kann, soll nun das Bundesministerium für Gesundheit prüfen.

 

Zudem soll sich eine neu einzurichtende Kommission darum kümmern, dass ambulante und stationäre Patientenversorgung in Zukunft besser vernetzt werden können. Unter anderem wollen die Gesundheitsminister dafür mehr Telemedizin-Angebote in ländlichen Regionen schaffen. /

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