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Zytoskandal

Apotheken stellen Gegenmaßnahmen vor

02.05.2018  10:30 Uhr

Von Daniela Hüttemann, Münster / Die Zytostatika-herstellenden Apotheken sollen demnächst eine verbindliche Erklärung abgeben, in der sie sich über die bestehenden gesetzlichen und vertraglichen Regelungen hinaus zu mehr Transparenz verpflichten.

 

Diese Maßnahme, die das Vertrauen in die am­bulante Zytostatika-Versorgung wiederherstellen soll, wurde von den betroffenen Apotheken selbst, ihrem Bundesverband, den Apotheker- und Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe und der Deutschen Gesellschaft für Onkologische Pharmazie gemeinsam entwickelt – als Reaktion auf den Bottroper Zytoskandal, bei dem ein Apothekerinhaber Tausende von Zytostatika-Lösungen gepanscht haben soll.

 

Die federführende Apothekerkammer Westfalen-Lippe stellte die Erklärung vergangene Woche im Rahmen der Münsteraner Gesundheitsgespräche vor, bei denen über die Konsequenzen aus dem Skandal ausführlich diskutiert wurde. Die Zytostatika-herstellenden Apotheken verpflichten sich darin, sich an alle Vorgaben und Qualitätsstandards zu halten und betonen das Vier-Augen-Prinzip bei der Herstellung. Darüber hinaus soll eine Durchschrift der Herstellungsdokumentation für die Patientenakte beim Arzt bereitgestellt werden, um nachträgliche Manipulationen zu vermeiden. Auf Nachfrage soll ein transparenter und plausibler Überblick über die bezogenen und verwendeten Ausgangsstoffe und deren Dokumentation zur Verfügung gestellt werden. Mehr dazu in der Druckausgabe der PZ 18/2018 ab Seite 68. /

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