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Retaxationen

Apotheker stimmen für Rahmenvertrag

30.04.2013
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Von Ev Tebroke / Von Apothekerseite wäre der geänderte Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung unter Dach und Fach. Auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Apothekerverbands (DAV) am 26. April in Potsdam stimmten die Anwesenden mehrheitlich für den neuen Vertrag. Diesen hatte der DAV zusammen mit dem GKV-Spitzenverband verhandelt, um zukünftig willkürliche Null-Retaxationen seitens einiger Kassen auszuschließen. Von Kassenseite haben bereits mehrere Gremien zugestimmt, einige Antworten stünden noch aus, heißt es seitens des DAV.

Der neue Rahmenvertrag sieht hinsichtlich der Retaxationen einige wesentliche Änderungen vor. Damit es in Zukunft keine Missverständnisse über Fehlverhalten geben kann, werden die möglichen Formfehler, die eine Retaxation nach sich ziehen, klar benannt. Auch wird eindeutig formuliert, wo konkret Heilungsmöglichkeiten bestehen, der Apotheker also kleinere Formfehler nachträglich korrigieren kann.

 

Mit dem geänderten Rahmenvertrag sollte es beim Thema Retax zukünftig keine Missverständnisse mehr geben. Das sahen allerdings nicht alle Mitglieder so. Zuletzt hatte es Kritik gegeben, der Vertragstext sei an manchen Stellen nicht eindeutig genug formuliert. Auf Wunsch der Mitglieder müssen DAV und GKV-Spitzenverband diese Punkte abschließend noch mit einer gemeinsamen Kommentierung klarstellen.

 

Substitution geregelt

 

Auch die Substitution von Medikamenten wird über den geänderten Rahmenvertrag geregelt. Die betroffenen Arzneimittel werden im Anhang aufgelistet. Diese Liste müsse aber noch mit dem GKV-Spitzenverband abschließend verhandelt werden, heißt es seitens des DAV. /

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