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Gesundheitsausgaben 2005

Leichter Aufwärtstrend

24.04.2007
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Gesundheitsausgaben 2005

Leichter Aufwärtstrend

Von Ralf Denda

 

Mit etwas Verzögerung gibt das Bundesamt für Statistik einmal im Jahr Zahlen zur Entwicklung der gesamten Gesundheitsausgaben in Deutschland heraus. So auch vergangenen Montag in Wiesbaden.

 

Die Gesamtausgaben für Gesundheit in Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2005 um 2,4 Prozent gestiegen. Im Jahr 2004 hatte der Gesundheitsmarkt nahezu ein Nullwachstum hinnehmen müssen. Nach einem Wert von 234 Milliarden Euro 2004 stiegen die Gesundheitsausgaben auf insgesamt 240 Milliarden Euro. Mit 10,7 Prozent blieb der Anteil am Bruttoinlandsprodukt seit einigen Jahren annähernd konstant. Pro Kopf ergab sich ein Investitionsbetrag von 2900 Euro für Gesundheit.

 

Mit über der Hälfte der Gesamtausgaben, 57 Prozent, also 135,9 Milliarden Euro, stellte die Gesetzliche Krankenversicherung den mit Abstand größten Ausgabenträger dar. Ihre Ausgaben wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent. An zweiter Stelle folgten die privaten Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszeck mit einem Anstieg um 1,2 Prozent auf 32,4 Milliarden Euro. Ihr Anteil an den Gesamtausgaben betrug somit knapp 14 Prozent. Mit einem Anstieg von 4,2 Prozent auf 22 Milliarden Euro folgte die Private Krankenversicherung auf Platz drei.

 

Aufgeschlüsselt nach Leistungsarten entfiel das Gros der Ausgaben auf ärztliche Leistungen und Waren mit über 50 Prozent Anteil, also über 70 Milliarden Euro. Zu den Waren zählt das Statistische Bundesamt Arzneimittel inklusive Verbandsmittel, Hilfsmittel, Zahnersatz und sonstigen medizinischen Bedarf. Die Warenausgaben stiegen um 5,4 Prozent, wobei insbesondere für Arzneimittel in 2005 10 Prozent mehr aufgewendet wurden als im Vorjahr.

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