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11.04.2018
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Brustkrebstherapie: Entwarnung fürs Herz

 

PZ / Die Gefahr für Brustkrebspatientinnen, nach einer Strahlen- oder Chemotherapie an einer Herzerkrankung zu versterben, ist nicht größer als bei der durchschnittlichen Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), die im »European Heart Journal« veröffentlicht wurde (DOI: 10.1093/eurheartj/ehy 167). Das Team um Erstautor Janick Weberpals wertete die Daten von 347 476 Patientinnen aus US-amerikanischen Krebsregistern aus. Die Frauen waren in den Jahren 2000 bis 2011 an Brustkrebs erkrankt und mit einer Strahlen- oder Chemotherapie behandelt worden. Die Wissenschaftler verglichen die Daten der Patientinnen mit Daten zur weiblichen Durchschnittsbevölkerung in den USA und kamen zu dem Schluss, dass die Gefahr, langfristig an einer Herzerkrankung zu versterben, nach einer Brustkrebsbehandlung nicht größer ist als bei der durchschnittlichen weiblichen Bevölkerung. Das gilt für Chemotherapien ebenso wie für Bestrahlungen. Ein gutes Risikomanagement in den Kliniken sowie engmaschige Kontrollen scheinen die erhöhten Risiken aufzufangen, so die DKFZ-Forscher.

 

Kinasehemmer erzielt gute Ergebnisse bei MS

 

PZ / Der Kinasehemmer Evobrutinib von Merck hat in einer Phase-IIb-Studie erfolgreich in der Behandlung der schubförmigen Multi­plen Sklerose (MS) abgeschnitten. Wie Hersteller Merck meldet, erreichte die Studie ihren primären Endpunkt und zeigte für Evobrutinib im Vergleich zu Placebo eine klinisch bedeutsame Reduktion der Krankheits­aktivität in den Studienwochen 12, 16, 20 und 24, gemessen an Gadolinium-anreichernden T1-Läsionen. Evobrutinib ist ein oral verfügbarer, hochselektiver Hemmer der Bruton-Tyrosinkinase (BTK), die für die Entwicklung und Funktionsweise unterschiedlicher Immunzellen einschließlich B-Lymphozyten und Makrophagen wichtig ist. Die Substanz ist laut Merck so konzipiert, dass sie primäre B-Zell-Reaktionen wie Proliferation und Freisetzung von Antikörpern und Zytokinen ohne direkte Auswirkungen auf T-Zellen hemmt.

 

EMA prüft Cemiplimab

 

PZ / Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft den Zulassungsantrag des Checkpoint-Inhibitors Cemiplimab von Sanofi und Regeneron. Der Antikörper soll zur Behandlung des fortgeschrittenen kutanen Plattenepithelkarzinoms (cSCC) zum Einsatz kommen soll. Bei frühzeitiger Erkennung hat das cSCC zwar eine gute Prognose; doch in fortgeschrittenen Stadien kann es besonders schwer behandelbar sein. Nach dem Melanom ist das fortgeschrittene cSCC die zweittödlichste Hautkrebserkrankung. Der Zulassungsantrag von Cemiplimab beruht auf Daten einer einarmigen, offenen Phase-II-Studie und Phase-I-Daten aus zwei Expansionskohorten. An den Studien nahmen Patienten mit metastasiertem cSCC und Patienten mit lokal fortgeschrittenem cSCC teil, für die eine Operation nicht infrage kam. /

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