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Knochenschmerzen durch Vitamin-D-Mangel

09.04.2013
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PZ / Unklare Knochenschmerzen können auf eine Unterversorgung mit Vitamin D zurückgehen. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner (BDN) in einer Pressemitteilung hin. Man merke, dass der Winter lang und sonnenarm war. »In unsere Praxen kommen derzeit auffallend viele Patienten mit unklaren Knochen- oder Muskelschmerzen«, sagt Dr. Detlef Moka, Vorsitzender des BDN laut Mitteilung.

 

Immer häufiger sind die Beschwerden Folge eines schweren Vitamin-D-Mangels – Resultat einer anhaltenden Unterversorgung mit direktem Sonnenlicht. Hausärzte schicken Patienten, die unter unklaren Knochenschmerzen leiden, häufig zu einem Nuklearmediziner.

Er soll beispielsweise durch eine Skelett­szintigrafie klären, ob es sich um eine krankhafte Knochenveränderung handelt. Liegen keine szintigrafisch fassbaren Knochenveränderun­gen vor, nimmt der Nuklearmediziner eine Blutprobe ab. »Durch den Bluttest stoßen wir häufig auf einen ausgeprägten Vitamin-D-Mangel«, so Moka. Eine 2009 publizierte Studie aus seiner Praxis in Essen mit 2500 Patienten belegt, dass 35 Prozent aller deutschstämmigen Patienten unter einem Vitamin-D-Mangel leiden. Bei Patienten mit Migrationshintergrund beträgt dieser Anteil sogar 65 Prozent.

 

Ein Mangel liegt vor, wenn weniger als 25 nmol/l Vitamin D im Blut gemessen wird. Die Symptome eines schweren Mangels, bei weniger als 10 nmol/l, können den ganzen Körper erfassen. Zu den Beschwerden zählen Müdigkeit, Depression, Muskelschwäche und -krämpfe, Schmerzen in den Knien und im Rücken, Schlafstörungen, Hautprobleme, erhöhte Anfälligkeit für Infekte, Knochenbrüche, Überfunktion der Nebenschilddrüsen, Osteoporose und schmerzhafte Knochenerweichung (»Osteomalazie«).

 

Zur Prophylaxe eines Mangels sind Sonnenbäder geeignet. »Wer sich in den Monaten März bis September zwei bis drei Mal pro Woche für 5 bis 30 Minuten mit Gesicht und Armen oder Beinen der direkten Sonne aussetzt, hat keine Schäden zu befürchten und baut ausreichend Vitamin D, auch für einen sonnenarmen Winter, auf.« Die Vitamin-D-Zufuhr über die Nahrung ist weitaus schwieriger. »Wir können höchstens 20 Prozent unseres täglichen Vitamin-D-Bedarfs über Lebensmittel decken«, so Moka. Zur Supplementation ist Vitamin D in Form von Tabletten, Kapseln oder öligen Tropfen verfügbar. Ist der Mangelzustand gravierend, helfen hoch dosierte Spritzen, entleerte Speicher kurzfristig wieder aufzufüllen. /

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