Pharmazeutische Zeitung online
E-Zigaretten

Regierung will Verkauf an Jugendliche verbieten

01.04.2015
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Von Anna Hohle / Die Bundesregierung will Kinder und Jugendliche besser vor den Gefahren von Nicotin-haltigen E-Zigaretten und E-Shishas schützen und deshalb in Kürze das Jugendschutzgesetz verschärfen.

 

Das bestätigte eine Sprecherin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Pharmazeutischen Zeitung. »Sogenannte E-Zigaretten und E-Shishas, bei denen eine Nicotin-Lösung eingeatmet wird, sind wegen des enthaltenen Suchtstoffs und Nervengifts Nicotin mit deutlichen Gesundheitsrisiken verbunden«, sagte die Sprecherin. Sie dürften deshalb nicht in die Hände von Kindern gelangen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) werde das Jugendschutzgesetz zügig novellieren, in Kürze werde ein entsprechender Referentenentwurf vorgelegt.

 

Bislang greift das Abgabe- und Rauchverbot für Kinder und Jugendliche bei besagten Produkten nicht, da es sich nicht um Tabakwaren handelt. Verkäufer dürfen beide also derzeit ungestraft an Minderjährige abgeben.

 

Der familienpolitische Sprecher der Unionsfraktion Marcus Weinberg (CDU) begrüßte die Pläne des Ministeriums und warnte vor dem Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige. Diese Produkte seien für erwachsene Raucher gedacht, die sich das Rauchen abgewöhnen oder ihren Konsum reduzieren wollen, so Weinberg. Für Kinder und Jugendliche seien sie ungeeignet und gefährlich, da sich junge Menschen durch sie möglicherweise erstmals dem Rauchen näherten oder sich sogar daran gewöhnten. Die Abgabe an Minderjährige zu verbieten sei die einzige Lösung, so Weinberg. Alles andere widerspreche dem Präventionsgedanken, den Einstieg in das Rauchen zu verhindern. /

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