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Tarifverhandlungen

Adexa beendet Gespräche

05.04.2011
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Von Daniel Rücker / Die Tarifverhandlungen zwischen der Apothekengewerkschaft Adexa und der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter (TGL) Nordrhein haben kein Ergebnis gebracht. Nachdem sich die Tarifparteien nicht über eine Lohnsteigerung verständigen konnten, hat Adexa jetzt das Scheitern der Verhandlungen verkündet.

 

Adexa hält das Angebot der TGL, die Gehälter der Angestellten um 0,5 Prozent zuzüglich einer leistungsabhängigen Prämie von 1,5 Prozent steigen zu lassen, für nicht tragbar. Das Angebot sei nicht ausreichend, die gestiegenen Lebenshaltungskosten auszugleichen, sagte die Zweite Vorsitzende von Adexa, Tanja Kratt. Die leistungsorientierte Bezahlung (LOB) sei keine »ernst zu nehmende Alternative«. Die TGL nehme vor allem Abverkaufszahlen, um die Höhe der LOB zu bestimmen. Dadurch würden Heilberufler zu Schubladenziehern degradiert, so Kratt. Die Adexa-Vertreterin machte deutlich, das diese Form der LOB kein gemeinsames Modell von Angestellten und Arbeitgebern sei.

 

Arbeitgeber verärgert

 

Die Arbeitgeber reagierten erwartungsgemäß wenig erfreut auf die Absage von Adexa. Die TGL-Vorsitzende Dr. Heidrun Hoch zeigte sich erstaunt, dass Adexa die Kriterien für die Berechnung der leistungsbezogenen Vergütung ablehnt. Die Grundlage dazu hätten die Tarifparteien gemeinsam erarbeitet. Fachwissen, Methoden- und soziale Kompetenz seien fester Bestandteil der Bewertung. Apothekenleiter sollen nach den Vorstellungen der TGL lediglich die Möglichkeit erhalten, die einzelnen Kriterien nach ihren Vorstellungen zu gewichten. Hoch weist auch darauf hin, dass besonders leistungsstarke Mitarbeiter allein aus der leistungsbezogenen Komponente bis zu 2,25 Prozent Gehaltssteigerungen erhalten könnten. Zuzüglich der fixen 0,5 Prozent Steigerung wären damit 2,75 Prozent Zuschlag möglich. /

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