Pharmazeutische Zeitung online
150 Jahre PZ

"Herzlichen Glückwunsch!"

31.03.2006
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"Herzlichen Glückwunsch!"

 

Zwischen Meinung und Information

Zum 150-jährigen Jubiläum der Pharmazeutischen Zeitung gratuliere ich ganz herzlich. Über so eine lange Zeit kann eine der größten deutschen Zeitschriften für Apotheker nur erfolgreich bestehen, wenn ihre Herausgeber und das Redaktionsteam stets in der Lage sind, die Zeitung und auch den Verlag »jung zu halten«. Das haben Sie immer verstanden, indem Sie über die aktuellen Geschehnisse informativ berichten und die Zeitung an die Entwicklungen des Marktes angepasst haben. Erinnert sei an den Online-Auftritt der Pharmazeutischen Zeitung, mit dem sie als erstes Fachmedium für Apotheker im Internet vertreten war.

 

Dabei ist die Pharmazeutische Zeitung nicht nur als Standesorgan, sondern auch als Fachmedium anerkannt. Auf Grund dieser Doppelfunktion stehen Redaktion und Herausgeber immer im Spagat zwischen Meinungspositionierung und Sachinformation. Ich hoffe, dass wie bisher auch in Zukunft in der Pharmazeutischen Zeitung deutlich bleibt, was politische Position ist und was Sachbeiträge sind. Ich wünsche der Pharmazeutischen Zeitung noch viele weitere erfolgreiche Jahre.

 

Ulla Schmidt

Bundesgesundheitsministerin

Sachkundig, kritisch und unbequem

Jeden Donnerstag der Griff zur PZ: Zuerst der Kommentar, dann die Meldungen, Nachrichten, Hintergrundberichte. Das heißt: Jeden Donnerstag Informationen über die politische Meinungsbildung und die Stimmungslage in der Apothekerschaft aus erster Hand.

 

Das ist für uns enorm wichtig. Denn Apothekerinnen und Apotheker stellen mit der von ihnen sichergestellten qualitativ hochwertigen und flächendeckenden Arzneimittelversorgung rund um die Uhr einen unverzichtbaren Bestandteil unseres Gesundheitswesens dar. Für die Generika-Industrie sind die Apotheker neben den Ärzten die wichtigsten Marktpartner. Die Lektüre der PZ ist daher Pflicht, meist eine angenehme – aber nicht immer.

 

Denn das Blatt wird von Journalisten gemacht. Und die sind sachkundig und kritisch, meinungsfreudig und unbequem. Und da kommt es vor, dass man als Leser nicht immer begeistert darüber ist, wie die Redaktion der PZ die Dinge sieht. Aber es ist stets aufs Neue lohnenswert, sich damit auseinander zu setzen.

 

Das spricht für die hohe journalistische Qualität des Blattes. Der wissenschaftliche Teil ist vorbildlich und sucht seinesgleichen, die gesundheitspolitische Berichterstattung ist kompetent und aktuell, die Kommentare sind pointiert und – egal ob mit Florett oder Säbel – treffsicher.

 

Ein großes Kompliment dem Herausgeber und der Redaktion, die besten Wünsche zum Jubiläum, viel Erfolg und gutes Gelingen für die nächsten 150 Jahre – mindestens.

 

Hermann Hofmann

Erster Geschäftsführer

Pro Generika e. V.

Fairer Umgang

Die PZ ist ein fester Bestandteil der Medienlandschaft unseres Gesundheitssystems. Wenn es um seriöse und neutrale Informationsvermittlung geht, nimmt die PZ als wichtiges Kommunikationsorgan eine prominente Stellung ein.

 

Die Apotheke ist der Vertriebspartner für die Mitgliedsfirmen des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) und Schnittstelle zu den Verbrauchern. So steht auch das Jahr 2006 im Zeichen einer noch intensiveren Zusammenarbeit zwischen der Apothekerschaft, der ABDA, der Industrie und dem Verbraucher.

 

Der beste Verbraucherschutz ist der Vertriebskanal Apotheke. Dazu stehen der BPI und die PZ. Beide haben in den vergangenen Jahrzehnten viele Sachverhalte teilweise durchaus freundschaftlich kontrovers diskutiert und gestaltet. In einer guten Beziehung muss dies so sein. Ein Punkt ist dabei immer von entscheidender Bedeutung – der faire Umgang miteinander. Also etwas, wofür die PZ seit Ihrer Gründung steht.

 

In unserer vom Jugendwahn besetzten Gesellschaft ist der Begriff Alter nicht nur positiv besetzt. Die Pharmazeutische Zeitung stellt sich diesem Trend entgegen. Nur wer sich in der Tradition des Heilberufes des Apothekers versteht und die notwendige Geschichte mitgetragen hat, kann mit dieser Wissensbasis auch in der Zukunft richtungsweisende Meinungsbildung aktiv gestalten. Nicht nur, wenn es um die Berichterstattung über aktuelle Entwicklungen im Arzneimit-telmarkt geht, sondern auch wenn über die Zukunft unseres Gesellschaftsbildes der Gesundheitsversorgung gestritten wird.

 

In 150 Jahren werden andere Personen in anderen Medien ähnliche Jubiläumsgrußworte schreiben, aber schon heute kann ich vorwegnehmen: Liebe PZ, mach weiter so.

 

Dr. Bernd Wegener

Vorsitzender des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI)

Pflichtlektüre für die Pharmaindustrie

In der an Titeln und Publikationen nicht armen gesundheitspolitischen Szene ist dieser Geburtstag sicherlich ein herausragendes Ereignis und die Zeitschrift selbst eine feste Größe. Nicht viele können dabei auf eine Tradition von 150 Jahren zurückschauen.

 

Lässt man die 150 Jahre Revue passieren, so hat sich die Pharmazeutische Zeitung aus bescheidenen Anfängen zu einer stets aktuellen, umfassend informierenden Publikation entwickelt. Dabei bietet die PZ sowohl Informationen für die Apothekerschaft über wichtige Themen und Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und über Standesthemen als auch Informationen über die Apotherschaft für die so genannten »interessierten Fachkreise«, wozu sich die Arzneimittel-Hersteller selbstverständlich zählen, sind doch die Apothekerinnen und Apotheker die wichtigsten Partner der Arzneimittelindustrie. Dabei berichtet die PZ insbesondere auch über Themen aus der Arzneimittelbranche breit, sachlich und informativ. Sie ist somit Pflichtlektüre im positivsten Sinne für alle Hersteller.

 

Der BAH wünscht der Pharmazeutischen Zeitung noch viele weitere Jahre, ein Blick in die gesundheitspolitische Landschaft gibt dabei die Gewissheit, dass es der Redaktion an Themen und Kommentaren nicht mangeln wird.

 

Hans Georg Hoffmann

Vorsitzender des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller e. V. (BAH)

Meinungsstarke Fachjournalisten

Vor 150 Jahren – auf den Tag genau am 5. April 1856, ist die erste Ausgabe der Pharmazeutischen Zeitung erschienen. Nur wenige Zeitschriften in Deutschland sind so alt. Seit fünf Generationen begleitet die PZ uns Apothekerinnen und Apotheker – und das aus gutem Grund.

 

In ihrem Untertitel nennt sich die PZ »Zentralorgan für die Apotheker der Bundesrepublik Deutschland«. Das klingt skuril, beschreibt aber ihre Rolle treffend. Sie ist das zentrale Blatt für uns. Ihre Artikel nützen uns bei der Arbeit – vor allem in der Offizin, aber auch im Krankenhaus, in der Industrie und in anderen Berufsfeldern. Die PZ wird von der ABDA herausgegeben. Sie spiegelt die Positionen der Berufsorganisationen wider und präsentiert den demokratisch gefundenen Konsens der Apothekerinnen und Apotheker.

Die Redakteure und Redakteurinnen der PZ sind meinungsstarke Fachjournalisten. Unabhängig vom Herausgeber vertreten sie eigenständige Positionen. Und das ist gut so. Eine Zeitschrift kann sich nur am Markt behaupten, wenn sie von ihren Lesern ernstgenommen wird. Nicht nur Leser von Tageszeitungen entwickeln ein ausgesprochen gutes Gespür für unabhängigen Journalismus.

 

Auch Verbandspublikationen brauchen diese innere Unabhängigkeit. Sie bedeutet für jede Redaktion die Luft zum Atmen. Wem nützt eine Zeitschrift, in der die Redakteure dem Verleger quasi zu Munde schreiben? Die Leser strafen solche Blätter noch nicht einmal mit Ignoranz, wie der Berliner sagt. Wir sind froh, dass die Leseranalysen der PZ deutlich zeigen, dass wir uns darum keine Sorgen machen müssen.

 

Natürlich müssen wir Verbandsvertreter damit leben, dass die PZ mitunter Positionen einnimmt, die uns nicht immer erfreuen. Doch letztlich erweist sich dies immer als Vorteil, denn eine offene, sachlich geführte Diskussion in der Berufsgruppe hilft uns Ehrenamtlern bei der Suche nach den richtigen Entscheidungen.

 

150 Jahre PZ. Kann man eigentlich vom Alter einer Zeitschrift auf deren Qualität schließen? Ich denke nein, denn im Umkehrschluss wäre alles Neue schlecht. Die PZ beweist ihre Güte Woche für Woche mit aktuellen, gut recherchierten und wissenschaftlich fundierten Beiträgen. Vom Alter der PZ ableiten kann man aber, dass wir mit ihr eine Zeitschrift haben, die sich immer wieder auf die Anforderungen des Marktes einstellt. Redaktion und Verlagsleitung haben sich immer durch Flexibilität und Innovationsfreude ausgezeichnet. Das gilt übrigens immer noch: Die PZ war als erste pharmazeutische Fachzeitschrift im Internet und sie hat als erste eine zertifizierte Online-Fortbildung angeboten. Darüber freuen wir uns ganz besonders.

 

Mit diesen bewährt modernen Eigenschaften ausgestattet, wird die PZ auch die kommenden Jahre und Jahrzehnte ihre Bedeutung für Apotheker behalten. Vielleicht wird sich im Laufe der Zeit ihre Erscheinungsform ändern. Das werden die Leser der Zukunft entscheiden. Eines aber weiß ich schon heute: Die PZ wird sich auch in Zukunft immer an ihren Leserinnen und Lesern orientieren.

 

Für die zurückliegenden 150 Jahre möchte ich der PZ danken. Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben zu jeder Zeit ihre Aufgabe im Sinne unseres Berufes erfüllt. Wir vom Vorstand der ABDA sind gewiss: Die PZ wird noch viele Jahre das Zentralorgan der Apothekerinnen und Apotheker bleiben.

 

Heinz-Günter Wolf

Präsident der ABDA – Bundesvereinigung  deutscher Apothekerverbände

Standesorgan ohne Standesdünkel

1856 wies Charles Edouard Brown-Sequard einen Zusammenhang zwischen der Addisonschen-Krankheit und den Nebennierenfunktionen nach und wurde somit zu einem Pionier der Hormontherapie. Im selben Jahr isolierte Prosper Sylvain Denis Fibrinogen und entdeckte, dass dies für die Blutgerinnung bedeutend ist – die Basis für die Thrombosetherapie wurde gelegt. Ein gutes Jahr also, um wichtige Mitteilungen an Apotheker in einer eigens geschaffenen Postille bereitzustellen.

 

Aus den ursprünglich vier Seiten bei einer Auflage von 400 Stück, die der Bunzlauer Apothekengehilfe Hermann Müller unter dem Titel »Pharmaceutische Zeitung« vor 150 Jahren veröffentlichte, ist längst ein etabliertes und veritables Werk geworden, das seine Auflage nahezu verhundertfacht hat.

 

Die PZ ist ein selbstbewusstes Standesorgan ganz ohne Standesdünkel, sie ist längst über die Apothekerzielgruppe hinaus zur Pflichtlektüre für jeden geworden, der mit dem Gesundheitswesen zu tun hat. Engagierte Autoren bedienen das gesamte Themenspektrum, informieren und dokumentieren, fragen nach und klären auf. Wohltuend sind die Bereitschaft zur Kontroverse und die Berücksichtigung unterschiedlicher Auffassungen.

 

Die Pharmazeutische Zeitung bezieht Stellung und kommt dabei ohne »Feindbilder« aus. Dies alles zusammen macht die PZ zu einem wichtigen Forum im komplexen Gesundheitsgeschäft. Die forschenden Arzneimittelhersteller gratulieren zu 150 erfolgreichen Jahren!

 

Cornelia Yzer

Hauptgeschäftsführerin des Verbandes

Forschender Arzneimittelhersteller (VFA)

Drehscheibe der pharmazeutischen Öffentlichkeit

Im Namen der Arbeitsgemeinschaft für Pharmazeutische Verfahrenstechnik (APV) gratuliere ich der Pharmazeutischen Zeitung zum Jubiläum. Gemeinsam mit anderen Zeitschriften ist die Pharmazeutische Zeitung für uns ein wichtiges Medium, um die APV einer breiten pharmazeutischen Öffentlichkeit in Deutschland bekannt zu erhalten. Insbesondere wird durch die Pharmazeutische Zeitung ein Kontakt zur Offizinpharmazie geschaffen.

 

Seit über 50 Jahren berichtet die PZ von wissenschaftlichen Veranstaltungen der APV, von Mitgliederversammlungen und über Personalia. Durch die verstärkte internationale Ausrichtung der APV scheint ihre Wahrnehmung in der deutschen Öffentlichkeit allerdings geringer geworden zu sein. Die APV setzt, transportiert und vermittelt neue Trends in Hochschule, Industrie und Behörden, die auch für die gesamte pharmazeutische Öffentlichkeit von Interesse sind.

 

In den letzten Jahren hat sich eine besondere Beziehung der APV zur Pharmazeutischen Zeitung ergeben, weil der Chefredakteur Professor Dr. Hartmut Morck Mitglied des Vorstands ist. Durch seine breite und reichhaltige Erfahrung aus der Arbeit bei der PZ bringt er immer wieder Gesichtspunkte in Diskussionen ein, die für die anderen Vorstandsmitglieder bereichernd sind.

 

Für die Mitglieder der APV ist die Pharmazeutische Zeitung eine wichtige Informationsquelle, die unter anderem Informationen über andere nationale und internationale wissenschaftliche Gesellschaften liefert, aber auch über die Arbeit von Kammern, Verbänden und der ABDA aktuell berichtet. Die Funktion als eine Drehscheibe zwischen vielen Beteiligten in der pharmazeutischen Öffentlichkeit ist wichtig und sollte weiterhin mit großer journalistischer Sorgfalt gepflegt werden. Dazu wünsche ich der PZ viel Erfolg in den nächsten Jahren.

 

Professor Dr. Kleinbudde

Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für pharmazeutische Verfahrenstechnik

Gute Partner

Die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) gratuliert der immer noch jungen Pharmazeutischen Zeitung zu Ihrem großen Jubiläum! 150 Jahre jede Woche Informationen zu Politik, Gesundheit, Wissenschaft, Recht, Aktuellem rund um das Arzneimittel, Berichte über Veranstaltungen, Stellungnahmen, Nachrichten, und, und, und. Das ist eine großartige Leistung.

 

DPhG und PZ sind seit langem gute Partner, nicht nur auf dem Papier, sondern auch personell. So wundert es nicht, dass der heutige Chefredakteur, Professor Dr. Morck, einmal Generalsekretär der DPhG war. Und auch heute – obwohl es zurzeit keine offiziellen Verknüpfungen gibt – arbeiten wir intensiv zusammen, und das nicht nur für die Highlight-Kongresse, sondern auch in Ad-hoc-Arbeitsgruppen wie bei der Erarbeitung des Innovationspapiers der DPhG und vielen anderen Beilagen.

 

Die DPhG wünscht sich für die Zukunft eine Weiterführung dieser ausgezeichneten Zusammenarbeit und der Pharmazeutischen Zeitung noch einmal 150 erfolgreiche Jahre.

 

Professor Dr. Ulrike Holzgrabe

Präsidentin der DPhG

Hilfreich in endlosen Vorlesungen

Unzählige Apothekergenerationen, viele Lebenswege – eine Fachzeitschrift. Schon vom ersten Tag des Studiums an ist die Pharmazeutische Zeitung Partner und Wegbegleiter. Für den Bundesverband der Pharmaziestudierenden (BPhD) ist sie außerdem noch ein wichtiges Sprachrohr. Das Jahr 2006 bietet genügend Gründe zum Feiern: Die Pharmazeutische Zeitung wird 150 und sieht dabei noch kein bisschen alt aus und der BPhD veranstaltet im Mai seine 100. Bundesverbandstagung und ist dabei engagiert wie am ersten Tag.

 

Meist hat der Student schon kurz nach der Immatrikulation den ersten Kontakt zur PZ und damit meist ein druckfrisches Exemplar in der Hand. Das Lesen der PZ gibt schon früh einen Überblick, was den Student im Berufsleben erwartet und kann helfen, manch scheinbar endlose Vorlesung verkürzen zu helfen. Die Ressorts Pharmazie und Medizin sind hilfreiche Stützen bei der Erarbeitung von Referaten. Gern wird zum Nachschlagen aktueller Themen auf das Online-Archiv zurückgegriffen.

 

In der vor etwa zweieinhalb Jahren geschaffenen Rubrik Campus kann der engagierte Student von Veranstaltungen an der eigenen Universität lesen. Natürlich besteht die Möglichkeit, selbst vom vergangenen Examensball oder über interessante Veranstaltungen am eigenen Institut zu berichten. Mit der Schaffung von Campus müssen sich Berichte von Studenten nicht mehr zwischen Forum und Leserbrief einordnen. Der Student hat seine eigene Plattform und erhält wertvolle Tipps um den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern.

 

Die PZ ist ein unverzichtbares Sprachrohr für die im Vorstand des BPhD engagierten Studenten. 13 000 Pharmaziestudierende zu erreichen, ist nicht einfach. Die PZ macht diese Aufgabe leichter. Vor allem in Zeiten, als noch nicht der Großteil der Studenten über Internetanschluss oder eine E-Mail-Adresse verfügte.

 

Das Spektrum der vom BPhD aufgegriffenen Themen erstreckt sich von der Einbringung neuer Studienkonzepte in die Diskussion bis hin zu Berichten von Expopharm und Bundesverbandstagung und Auslandsaufenthalten von Referenten. Aktuell ist der BPhD intensiv bemüht, die Bachelor-Master-Diskussion nicht einschlafen zu lassen und macht immer wieder auf Missstände bei der Implementierung der Klinischen Pharmazie in die Pharmazeutische Ausbildung aufmerksam.

 

Sich auf ein breit gefächertes und aktuelles Fachwissen berufen zu können, ist eines der größten Pfunde, mit denen der Apotheker wuchert. Die PZ leistet einen unverzichtbaren Beitrag, damit dies möglich ist – vom ersten Tag des Studiums an und weit darüber hinaus.

 

Thomas Fiß

Bundesverband der Pharmaziestudierenden

Encyclopaedia Pharmaceutica

Zum 150-jährigen Bestehen der Pharmazeutischen Zeitung gilt der treuen Begleiterin meines Berufslebens ein herzlicher und dankbarer Glückwunsch. Gut ein Drittel ihres Bestehens habe ich sie stets mit großem Interesse verfolgt und gelesen, aber auch gerne die Gelegenheit wahrgenommen, während eines halben Jahrhunderts gelegentlich eigene Beiträge zu liefern. Dabei spannte sich der Bogen von einem Bericht über die Teilnahme Frankfurter Studenten an der Jahrestagung der Jugoslawischen Pharmaziestudentenschaft in Belgrad im Oktober 1954 bis zur Rückschau auf das Semestertreffen anlässlich der 50. Wiederkehr unseres Staatsexamens im September 2005.

 

Seit dem Wiedererscheinen nach dem letzten Krieg hat die PZ einen steten Wandel durchgemacht. Sie ist zwar älter an Jahren, aber jünger in ihrer Erscheinungsform und vielseitiger und bunter in ihrem Inhalt geworden.

 

Das geänderte Berufsbild des Apothekers erforderte eine verstärkte Behandlung der fortschreitenden Arzneimittelforschung im Interesse einer fundierten Beratung des Patienten und Kunden. Was die Studentenschaft vor 50 Jahren unter dem Stichwort »Ausweitung des Pharmaziestudiums um Galenik und Pharmakologie« an erste Stelle ihrer Bemühungen stellte, ist Wirklichkeit geworden. Dabei war das von 1955 bis 1972 erschienene monatliche Beiblatt »Studentisches Forum« eine wichtige Plattform.

 

Wie jedes Periodikum hat die PZ nicht nur ihren aktuellen Wert, sondern bildet mit seinen gebundenen Jahrgängen einen wertvollen Fundus. Mir sind die vier Regalmeter gebundener Folianten eine »Encyclopaedia Pharmaceutica«.

 

Beim gelegentlichen Blättern ziehen diese Kämpfe und Diskussionen auf Sitzungen und Kongressen und die dabei erlebten Persönlichkeiten und Weggefährten am Gedächtnis vorüber und übermitteln Zuversicht. Denn trotz aller Unkenrufe zum Untergang der Deutschen Apotheke wurde immer wieder eine zeitgemäße Lösung erkämpft. Und dabei wird die Pharmazeutische Zeitung auch in den kommenden Jahrzehnten beitragen.

 

Dr. Otto Föcking, Kleve

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