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Akademische Ausbildungsapotheke

Eine Chance für PhiP und Apothekenleiter

22.03.2016
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PZ / Eine fundierte, wissenschaftliche Ausbildung bildet die Grundlage des Apothekerberufs. Deshalb hat die Landes­apothekerkammer (LAK) Baden-Württemberg im Jahr 2010 die akademische Ausbildungsapotheke aus der Taufe gehoben. Studenten der Pharmazie bekommen so Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Apotheke für ihr Pflichtpraktikum.

Die Auszeichnung als akademische Ausbildungsapotheke steht für eine hohe Ausbildungsqualität, nicht zuletzt durch die personellen und organisatorischen Voraussetzungen sowie das Inventar der Apotheke. Gleichzeitig ist die Akkreditierung für den Apothekenleiter eine große Chance: Er lockt so Pharmazeuten in Praktikum (PhiP) in seine Offizin und hat damit die Möglichkeit, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

26 zertifizierte Apotheken

 

In Baden-Württemberg gibt es derzeit 26 akademische Ausbildungsapotheken. Diese müssen alle von der LAK gestellten Anforderungen erfüllen. Dazu zählen etwa die regelmäßige Herstellung von Rezepturen, eine ausgewogene Kundenstruktur, die Teilnahme am Pseudo-Customer-Konzept sowie an Ringversuchen des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker. Darüber hinaus muss der für die Ausbildung des Pharmazeuten im Praktikum zuständige Apotheker Fach-apotheker für Allgemeinpharmazie oder Fachapotheker für klinische Pharmazie sein, über ein gültiges Fortbildungszertifikat verfügen und an einem Einführungskurs der LAK teilnehmen.

 

Kammerpräsident Dr. Günther Hanke hat an der Ausarbeitung maßgeblich mitgewirkt. Er betont: »Durch unser Konzept der akademischen Ausbildungsapotheke werden Apotheker, denen eine hochwertige Ausbildung des Berufsnachwuchses besonders am Herzen liegt, zusammengeführt mit PhiP, die ein besonders anspruchsvolles Praktikum absolvieren wollen.«

 

Seitdem die Offizin von Inhaber Dr. Richard Krombholz aus Ellwangen als akademische Ausbildungsapotheke zertifiziert ist, habe er immer Pharmazeuten im Praktikum in seiner Apotheke, erzählt er. »Wir bekommen auch Anfragen von Studenten, die darauf konkret Bezug nehmen. Erfreulicherweise wirkt sich das positiv auf die Personalsituation in meiner Apotheke aus, denn es gelingt auch, Praktikanten später als Angestellte zu gewinnen.« /

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