Pharmazeutische Zeitung online
Lieferunfähig

TK fordert Sanktionen

08.03.2017
Datenschutz bei der PZ

Von Katja Egermeier / Die Techniker Krankenkasse (TK) fordert die Politik dazu auf, die pharmazeutischen Hersteller bei Lieferunfähigkeit stärker in die Pflicht zu nehmen.

 

Ausfälle bei der Versorgung mit Arzneimitteln seien in Deutschland zwar selten – in der Regel stünden bei Lieferschwierigkeiten andere Rabattpartner zur Verfügung und Apotheker könnten unter bestimmten Voraussetzungen wirkstoffgleiche Medikamente herausgeben – »ärgerlich sind jedoch Lieferunfähigkeiten, wenn es für die Versicherten keine Alternativen gibt und sie auf das Medikament angewiesen sind«, so Tim Steimle, Leiter des Fachbereichs Arzneimittel der TK.

 

Die häufigsten Ursachen für Lieferprobleme könnten in der Fertigung oder Logistik verhindert werden. »Pharmazeutische Unternehmen sollten im Falle der Lieferunfähigkeit verpflichtet werden, auch die Rabattausfälle und die Kosten für die Beschaffung eines anderen Arzneimittels zu übernehmen.« Auf diese Weise erlange das Thema auch bei den Pharmaunternehmen einen höheren Stellenwert und Unternehmen mit belastbaren Lieferketten und hoher Performance hätten zudem einen Wettbewerbsvorteil.

 

Laut Steimle reicht es nicht, dass Ausfälle bei so sensiblen Produkten wie Arzneimitteln selten sind. »Wir wollen, dass die Hersteller uns die Lieferungen garantieren, und das gelingt in der Wirtschaft am besten über monetäre Anreize.« Die Versicherten würden dadurch profitieren, die Apotheken entlastet. /

Mehr von Avoxa