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Bilanz 2016

Bionorica wächst weiter

08.03.2017
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Daniel Rücker, Düsseldorf / Trotz schwieriger Marktlage in Russland und anderen osteuropäischen Ländern legt Bionorica weiter zu. Der Phytopharmaka-Hersteller konnte 2016 in vielen Märkten punkten. Chancen für sein Unternehmen sieht Firmenchef Professor Michael Popp durch das sogenannte Cannabisgesetz.

In Deutschland habe Bionorica deutlich zugelegt, bilanzierte Popp bei einer Pressekonferenz des Unternehmens in Düsseldorf. Mit einem Umsatzplus von 5,7 Prozent steigerte sich Bionorica deutlich über dem Markt, sagte Popp. Dies liege auch an dem konstanten Umsatzwachstum des wichtigsten Produkts Sinupret®. So fällt die Bilanz nicht unerwartet positiv aus. Popp: »Der seit Jahren anhaltende Erfolg bestätigt und ermutigt uns, die Heilkraft der Natur mit höchstem wissenschaftlichen Engagement weiter zu erforschen. Wir schauen optimistisch in die Zukunft.«

Das Neumarkter Unternehmen könnte allerdings noch besser dastehen, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Osteuropa wieder verbessern würden. In Russland und der Ukraine hat Bionorica seine Preise deutlich gesenkt. So konnte das Unternehmen seine Position als Marktführer in Osteuropa festigen.

 

Insgesamt ist Popp mit den Zahlen für 2016 sehr zufrieden. Der Netto-Umsatz stieg um 3 Prozent auf 254 Millionen Euro. Gleichzeitig stieg die Mitarbeiterzahl um 4 Prozent auf 1532. Die Eigenkapitalquote liegt aktuell bei 77 Prozent. Mit Brasilien, Mexiko und dem Iran will das Unternehmen neue Märkte für sich erschließen.

 

Keine Cannabisblüten

 

Mit dem Cannabisgesetz verbindet Popp große Erwartungen. Dieses sei »ein Meilenstein für die Patienten«. Seit 2002 forscht Bionorica an der Pflanze. Jetzt will das Unternehmen eine große Rolle in der Versorgung der Patienten einnehmen. Bionorica produziert Dronabinol sowie künstliches und synthetisches Cannabidiol. Kein Interesse hat das Unternehmen an Cannabisblüten. Diese ließen sich schwierig dosieren und seien unangemessen teuer. Laut Popp könnten rund 820 000 Patienten von Cannabisprodukten profitieren. /

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