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Umfrage

Beratung beste Abgrenzung zum Versandhandel

08.03.2017
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Von Jennifer Evans / Die persönliche Beratung halten rund 96 Prozent der Apotheker für ein deutliches Alleinstellungsmerkmal der Präsenzapotheken. Das geht aus einer Apokix-Umfrage des Instituts für Handelsforschung (IFH) Köln unter mehr als 200 Apothekenleitern hervor. Auch durch Zusatzqualifikationen bei der Beratung versprechen sich die Befragten einen Mehrwert der Apotheke vor Ort gegenüber dem Versandhandel.

 

Laut IFH-Angaben besitzen derzeit 82,4 Prozent der Apotheken eine besondere Beratungskompetenz beim Thema Diabetes mellitus. Rund 77 Prozent haben sich zusätzlich in den Bereichen Hautpflege, Kosmetik und Sonnenschutz qualifiziert. Zu Naturheilverfahren und Homöopathie bieten 71 Prozent und bei Asthma rund 67 Prozent eine spezielle Beratung an. Diesen Mehrwert gelingt es aber drei von vier der Befragten nicht, gegenüber ihren Kunden hervorzuheben.

 

Meist nehmen Apothekenkunden der Umfrage zufolge eine Beratungsleistung bei Rx-Medikamenten in Anspruch (42,3 Prozent). Das zeigte bereits eine IFH-Auswertung vor zwei Jahren. Aktuell informiert sich ein gutes Drittel der Kunden zu OTC-Arzneimitteln. Etwa 10 Prozent der Beratungszeit des Apothekers entfällt auf Krankenpflege, medizinischen Bedarf sowie auf das Ergänzungssortiment.

 

Insgesamt schätzen die Umfrageteilnehmer ihre Geschäftssituation recht gut ein. Im Februar stieg das Stimmungsbarometer den dritten Monat in Folge und liegt nun bei 95,3 Punkten. Das sind 6,5 Punkte mehr als im Vorjahr. 100 Punkte würden eine ausgeglichene Stimmungslage bedeuten. In Sachen Geschäftsentwicklung zeigen sich die Apotheker hingegen pessimistischer: Rund 55 Prozent befürchten in den kommenden zwölf Monaten einen Negativtrend. /

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