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08.03.2011
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Mittelmeerdiät schützt vor metabolischem Syndrom

 

PZ/dpa / Mediterrane Ernährung wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus und schützt vor Herzkrankheiten. Denn eine lebenslange Mittelmeerdiät beugt dem metabolischen Syndrom vor. Dies bestätigt eine Metaanalyse von 50 Studien mit insgesamt etwa einer halben Million Teilnehmern, die griechische Wissenschaftler im Fachjournal »Journal of The American College of Cardiology« veröffentlicht haben (doi: 10.1016/j.jacc.2010.09.073). Auch die einzelnen Faktoren des metabolischen Syndroms können den Studienautoren zufolge positiv beeinflusst werden. Als solche gelten abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Dyslipidämie und Insulinresistenz. Zu einer mediterranen Ernährung zählen Lebensmittel mit einem hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren sowie viel Obst, Gemüse, Vollkorngetreide und Milchprodukte mit wenig Fett. Fisch und Huhn sowie Nüsse und Hülsenfrüchte sollten wöchentlich auf dem Speiseplan stehen, rotes Fleisch jedoch kaum. Auch ein mäßiger Konsum von Alkohol gilt als positiv.

 

Herzinfarkt genetisch gesehen

 

dpa / Wissenschaftler haben 13 neue Risikogene für koronare Herzerkrankungen und Herzinfarkt entdeckt. Dadurch sei belegt, dass erbliche Faktoren bei der Entstehung von Herzinfarkten eine größere Rolle spielten als bislang angenommen, sagte der Leiter der Studie, der Lübecker Professor Dr. Heribert Schunkert. Die Wissenschaftler untersuchten jeweils zwei Millionen Marker im Erbgut von rund 87 000 Probanden. Das Ergebnis dieser international größten genetischen Studie zu diesem Thema ist im Wissenschaftsjournal »Nature Genetics« veröffentlicht (doi: 10.1038/ng.784). »Viel mehr Menschen als bislang bekannt tragen die erbliche Veranlagung zum Herzinfarkt in sich«, sagte Schunkert. Die Studie habe auch gezeigt, dass nur wenige dieser Varianten das Risiko über die klassischen Risikofaktoren wie hohe Cholesterol-Werte oder hohen Blutdruck steuern. »Bei der überwiegenden Mehrheit der Risikogene spielen Mechanismen eine Rolle, die es noch zu erforschen gilt«, sagte Schunkert.

 

Fasten: Verzicht auf Internet

 

dpa / 78 Prozent der Deutschen würden beim Fasten am ehesten auf Alkohol verzichten, ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK. Es folgen Süßigkeiten (69 Prozent), Rauchen (53 Prozent), Fleisch (48 Prozent) und Fernsehen (42 Prozent). 28 Prozent gaben den Verzicht auf Computer oder Internet an. Insgesamt sehen 60 Prozent der Befragten einen mehrwöchigen Verzicht auf bestimmte Genussmittel als sinnvoll für ihre Gesundheit an.

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