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Omalizumab wirkt gegen Urtikaria

26.02.2013
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Von Annette Mende / Der monoklonale Antikörper Omalizumab kann Juckreiz und Hautsymptome bei Patienten mit chronischer Urtikaria lindern. Das ist das Ergebnis einer Phase-III-Studie mit mehr als 300 Patienten, die jetzt in der Online-Ausgabe des »New England Journal of Medicine« (doi: 10.1056/NEJMoa1215372) erschienen ist.

Erstautor der Arbeit ist Professor Dr. Marcus Maurer, der mit seiner Arbeitsgruppe am Allergie-Centrum der Berliner Charité bereits früher positive Ergebnisse von Studien mit niedrigeren Patientenzahlen vorgelegt hatte.

In dieser ersten von drei Phase-III-Studien untersuchten Maurer und sein Team den Effekt von drei Omalizumab-Injektionen im Abstand von vier Wochen mit jeweils 75, 150 oder 300 mg Wirkstoff oder Placebo. Am Ende der drei Monate waren sowohl der Juckreiz als auch klinische Symptome wie Nesselsucht dosisabhängig zurückgegangen. Die Rate schwerwiegender Nebenwirkungen, etwa des Angioödems, war in allen Gruppen niedrig, lag aber in der 300-mg-Gruppe mit 6 Prozent am höchsten.

 

Finanziert wurde die Studie von Genentech und Novartis. In Deutschland besitzt Novartis für Omalizumab unter dem Handelsnamen Xolair® eine Zulassung in der Indikation allergisches Asthma. Omalizumab hemmt unter anderem durch die Reduktion der freien IgE-Konzentration die Aktivierung von Mastzellen und basophilen Granulozyten. Da von Patienten mit Urtikaria eine anormale Basophilen-Funktion berichtet wurde, könnte Letzteres der Grund für die Wirksamkeit des Antikörpers in dieser Indikation sein. /

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