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DNA gibt Hinweis auf Nachnamen

28.02.2006
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DNA gibt Hinweis auf Nachnamen

 

PZ  Am Tatort hinterlassene DNA könnte den Ermittlern in Zukunft den Nachnamen des Täters verraten. Dies lässt eine aktuelle Studie von Forschern der University of Leicester vermuten.

 

Wissenschaftler um Mark Jobling untersuchten 150 Paare von Männern, die denselben Familiennamen besaßen, aber nicht bekanntermaßen verwandt waren. Sie analysierten das Y-Chromosom der Männer, das immer vom Vater auf den Sohn vererbt wird. Dabei stellten sie fest, dass ein Viertel der untersuchten Paare genetisch verwandt waren, also einen gemeinsamen Vorfahren besitzen. Je ungewöhnlicher der Name, desto wahrscheinlicher war, dass sich das genetisch Profil glich, berichten die Forscher in »Current Biology« (16, Seite 384). So hatten Probanden mit den seltenen Namen Swindlehurst oder Major fast identische Profile, während Männer mit häufigen Namen wie Smith oder Jones dagegen kaum genetische Ähnlichkeiten zeigten. Bevor die Polizei diese Methode allerdings für ihre Ermittlungen nutzen kann, sei es nötig eine Datenbank mit den Y-Chromosom-Profilen der Mehrheit der männlichen Bevölkerung Großbritanniens anzulegen, geben die Autoren zu. Eine solche existiert bislang nicht.

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