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15.02.2011  18:17 Uhr

Pharmalobbyistin Yzer geht

 

PZ / Der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) trennt sich von seiner Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer. Yzer wird nur noch bis Juni in der Organisation bleiben. Ihr im Frühjahr 2012 auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert. »Nach 15 arbeitsintensiven und spannenden Jahren in einer Branche, deren Arbeit wie kaum eine andere unmittelbar den Menschen hilft, will ich mich nun einer neuen Herausforderung stellen«, teilte Yzer vorige Woche mit. Der VFA-Vorsitzende Wolfgang Plischke lobte Yzers Kompetenz, Durchsetzungsvermögen und Tatkraft. Über die Nachfolge und die berufliche Zukunft Yzers wollte der Verband nichts sagen. Nach einem Bericht von »Spiegel Online« waren führende Pharmakonzerne unzufrieden damit, dass der Verband unter Yzer die für die Branche teils schmerzhaften Arzneigesetze von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) nicht in der dann realisierten Form verhinderte. Dem Bericht zufolge könnte die frühere CDU-Politikerin zum europäischen Pharmaverband EFPIA gehen.

 

Sygnis macht weiter Verluste

 

dpa  / Das Heidelberger Pharmaunternehmen Sygnis schreibt weiter rote Zahlen. Das Unternehmen wies für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2010/2011 einen Verlust von 9 Millionen Euro aus nach einem Minus von 9,2 Millionen im Vorjahreszeitraum. Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Der Umsatz stagnierte bei 0,2 Millionen Euro. Die Sygnis Pharma AG ist 2007 aus dem einstigen Biotechnologieunternehmen Lion Bioscience hervorgegangen. Aus der stark geschrumpften Firma wurde ein Pharmaunternehmen, das Medikamente zur Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems entwickelt.

 

Merck will Frauen fördern

 

dpa / Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck will den Anteil von Frauen im Topmanagement deutlich erhöhen. Er lehnt aber eine gesetzliche Regelung ab. Weltweit soll die Frauenquote bis 2016 auf 25 bis 30 Prozent steigen, teilte Merck vorige Woche mit. Derzeit betrage sie konzernweit 22 Prozent, in Deutschland 17 Prozent. »Es entbehrt jeglicher wirtschaftlicher Vernunft, Frauen nur deswegen in Führungspositionen zu bringen, um eine Quote zu erfüllen«, sagte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley laut Mitteilung. Die Zielrichtung von Merck deckt sich mit anderen Konzernen in Deutschland. So wollen etwa Lufthansa und BASF mehr Frauen in den oberen Etagen, möchten sich den Anteil aber nicht vorschreiben lassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte erst vor Kurzem den geringen Anteil von Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft scharf kritisiert. Bei einer Tagung zu familienfreundlichen Arbeitszeiten in Berlin riet sie Unternehmen, bei diesem Thema kreativ zu sein, »sonst werden wir kreativ sein«.

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