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Wirtschaftsticker

16.01.2006  12:10 Uhr

Asklepios kämpft weiter

Der beim Verkauf der Universitätsklinik Gießen-Marburg unterlegene Krankenhaus-Konzern Asklepios hat das Vergabe-Verfahren angefochten. Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums beruft sich das Unternehmen auf einen Irrtum im eigenen Angebot. Diesen Irrtum hätte das Land nach Ansicht von Asklepios erkennen müssen. Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU) wies die Anfechtung ab: »Es ist langsam nicht mehr zu verstehen, was Asklepios eigentlich will.« PZ

Schnapshersteller gegen Steuer

Die deutsche Spirituosen-Industrie hat sich gegen ein von Suchtexperten gefordertes Werbeverbot für Alkohol und eine Weinsteuer ausgesprochen. Die Werbung diene den Unternehmen lediglich dazu, um Marktanteile zu kämpfen, erhöhe aber nicht den Alkoholkonsum, hieß es in einer Stellungnahme des Bundesverbands der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure BSI. Auch Preiserhöhungen oder weniger Verkaufsstellen könnten den Alkoholmissbrauch nicht verringern, meinte der Verband. PZ

Weniger Arzthelferinnen

Für Helferinnen in Thüringer Arzt- und Zahnarztpraxen werden die Arbeitsplätze nach Ansicht ihres Berufsverbandes BdA zunehmend unsicherer. Die Praxisbetreiber gäben den Druck aus der Gesundheitsreform an das Personal weiter, hieß es. Mehr als 900 Praxismitarbeiterinnen waren Ende 2005 in Thüringen ohne Job. Bundesweit stieg die Zahl der arbeitslosen Praxismitarbeiterinnen von rund 30.000 im Herbst 2003 auf mehr als 43.000 Ende 2005. dpa

Guidant akzeptiert Angebot

Der US-Medizintechnikhersteller Guidant hat ein verbessertes Übernahmeangebot des Konzerns Johnson & Johnson akzeptiert. Der Vorstand von Guidant habe sich für einen Verkauf des Unternehmens zum Preis von 24,2 Milliarden US-Dollar ausgesprochen, teilte Guidant mit. Johnson & Johnson schlug damit den Konkurrenten Boston Scientific aus dem Feld. Bereits seit Monaten beschäftigt die Übernahmeschlacht Branche und Analysten. dpa

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